Erstellt am 08. Juni 2016, 05:00

von Markus Glück

Hundekot: Härtere Strafen gefordert. Appelle an Hundebesitzer, das „Geschäft“ ihres Vierbeiners wegzuräumen, fruchten nicht. Kommt Geldstrafe?

Erwin Fiedler »betreut« dreimal die Woche 60 Hundesackerlspender und 252 Papierkörbe.  |  NOEN, privat
Es ist ein immer aktuelles Thema: Hundebesitzer, die das Geschäft ihres Hundes nicht beseitigen.
Da Belehrungen nichts helfen, sind derzeit in vielen Gemeinden Geldstrafen für säumige Hundebesitzer in aller Munde.

Überzeugungsversuche durch direkte Gespräche

„Die Problematik, dass Hundekot auf Gehsteigen, Spielplätzen, Wiesen oder Grünrabatten zurückgelassen wird, ist auch in unserer Stadt allgegenwärtig“, weiß auch VP-Stadtrat Karl Kronberger.
Derzeit versucht die Stadtgemeinde, mit Appellen oder im direkten Gespräch uneinsichtige Hundehalter zu überzeugen, der Erfolg ist aber bescheiden, wie die NÖN erfuhr.

Rund 60 Hundesackerlspender sind an den beliebtesten „Hunderouten“ in der Stadt montiert. Die Nachfrage steigt, wöchentlich kommen neue Wünsche von Hundebesitzern dazu. Die Gemeindebediensteten evaluieren ständig und versuchen auch, die Wünsche einfließen zu lassen. Kronberger gibt aber zu bedenken, dass mehr Hundesackerlspender auch eine Kostenfrage sind: „Es geht dabei nicht nur um das Aufstellen eines Ständers, sondern auch um die regelmäßige Betreuung.“

Um die Situation zu verbessern, schlägt der VP-Stadtrat vor, dass zukünftig eine andere Verteilmethode gewählt wird. „Es wäre durchaus möglich, ähnlich wie beim gelben Sack die Hundesackerl direkt an die Hundebesitzer zu verteilen bzw. im Umweltamt zur persönlichen Abholung zu hinterlegen“, so Kronberger, der auch Überlegungen äußert, die Sackerlspender als Werbeträger zu nutzen.

Unzumutbare Zustände für Gemeindearbeiter

Probleme gibt es aber auch mit Vandalismus. Die unbekannten Täter verstreuen dabei nicht nur die Sackerl, sondern montieren schon einmal gleich die ganzen Ständer ab. Daneben klagen die Gemeindemitarbeiter über zu viel Hundekot in den Grünanlagen.

„Wie kommen die Gemeindearbeiter dazu, ständig auf Hundekot achten zu müssen? Fruchten alle Appelle nichts, sollten Geldstrafen angedacht werden. Wir wären nicht die erste Gemeinde, die diesen Schritt tätigt“, so der VP-Stadtrat.