Erstellt am 20. Januar 2016, 06:03

von Veronika Löwenstein

Hundekot: Start zur "Aktion scharf" in Korneuburg. In den nächsten Tagen wird streng kontrolliert, kündigt die Stadtgemeinde Korneuburg an.

Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaft ihres Vierbeiners nicht wegräumen, werden ab sofort zur Kassa gebeten.  |  NOEN, Shutterstock/ Sanit Fuangnakhon

Nach der Schneeschmelze kam auf den Gehsteigen der Stadt wieder vermehrt zum Vorschein, was eigentlich dort nichts verloren hat: Hundekot. In der Facebook-Gruppe „Korneuburg – die Stadt, in der wir leben“ empörten sich Hunde- und Nicht-Hundebesitzer über die Ignoranz am anderen Ende der Leine.

So berichtet ein User vom „Hürdenlauf in der Kirchengasse“ und darüber, dass ein Hundehalter seinen Hund just unter den Behälter mit den Hundesackerln koten ließ – ohne die Hinterlassenschaften im Nachhinein zu entfernen, wohlgemerkt. Die Facebook-Community ortet zahlreiche Hotspots in der Stadt wie den Kirchenpark, die Chimanigasse, den Bereich Grubergasse bis zum Iglpark, die Hovengasse und den Park beim Stadtmuseum. Das Problem ist offenbar in der ganzen Stadt präsent.

„Wenn wir jemanden erwischen, wird gestraft“

VP-Bürgermeister Christian Gepp will Abhilfe schaffen. Schon im Sommer 2014 beschloss der Gemeinderat, über uneinsichtige Hundebesitzer eine Strafe von 50 Euro zu verhängen. Wirklich zur Kassa gebeten wurde allerdings noch niemand. „Die Frage war noch nicht restlos geklärt, ob die Einhebung rechtlich gedeckt ist“, so der Stadtchef. Nachdem die rechtlichen Bedenken jetzt vom Tisch sind, wird es demnächst eine mehrtägige „Aktion scharf“ geben, bei der Wachorgane gezielt dem Hundekot auf den Gehsteigen den Kampf ansagen. „Wenn wir jemanden erwischen, wird gestraft“, will Gepp jetzt ernst machen.