Gerasdorf bei Wien

Erstellt am 27. April 2017, 05:00

von Alexandra Frantz

Wiederholte Attacke auf Helferin. Kürzlich landete ein Haufen Müll in ihrem Garten, nun wurde Cecilia Torres ihr Fairteiler gestohlen.

Ein Unbekannter soll Lebensmittelgeöffnet, gekostet und anschließendwieder hingestellt haben.  |  zVg

Erst vor wenigen Wochen ist Cecilia Tardon Torres Opfer eines Vandalenakts geworden, nun war sie wieder Ziel einer Attacke. Die engagierte Helferin aus Kapellerfeld betreibt vor ihrem Haus einen Tisch mit Lebensmitteln und unterstützt so hilfsbedürftige Menschen (die NÖN berichtete).

Tochter sah Täter

Der Fairteiler von Cecilia Tardon Torres stand direkt vor ihrem Haus, angebunden mit einer Schnur. Nun ist er weg.  |  privat

Vergangene Woche passierte das Unglaubliche: „Mein Fairteiler-Tisch wurde gestohlen“, ist Torres über die Tat entsetzt. Ihre Tochter konnte dem Täter nur mehr durch das Fenster nachschauen, „als sie es bemerkte, fuhr die Person gerade weg“, kann sie es noch immer nicht fassen, wer zu so etwas imstande ist.

Das Kennzeichen konnte die Tochter nicht notieren, da der Kofferraum durch den Transport des Tisches nicht vollkommen geschlossen werden konnte. „Es war ein weißer Kombi, womöglich ein Audi oder Mercedes“, vermutet sie.

Das Skurrile: „Der Tisch war mit einem Kabel angebunden“, erklärt Torres. Folglich musste der mutmaßliche Dieb noch etwas Zeit vor ihrem Haus verbracht haben, um das Kabel zu durchtrennen.

„Die Attacken gegen den Fairteiler häufen sich. Wenn sich jemand gestört fühlt, kann er das Gespräch mit mir suchen.“Cecilia Tardon Torres, Helferin

Torres wurde schon einmal zur Zielscheibe: Jemand entleerte den Müll in ihrem Garten.  |  zVg

Eines ist für die Helferin nach den diversen Attacken sicher: „Ich werde keinen Tisch mehr vor die Türe stellen, sondern den Fairteiler in den Garten verlegen“, möchte sie den Unsinn beenden und appelliert an die Täter: „Es gibt Menschen bei uns, denen es eine kleine Hilfe ist. Der Fairteiler steht niemandem im Weg. Vielleicht fühlt sich jemand gestört, dann kann der nette Unbekannte ja das Gespräch mit mir suchen.“

Nun soll der Fairteiler nur mehr zu bestimmten Zeiten zugänglich gemacht werden. „So erspare ich mir weiteren Ärger“, hofft sie. Die Öffnungszeiten sollen für die hilfsbedürftigen Personen außerhalb des Grundstücks gut sichtbar angebracht werden. Einen Satz kann sich Torres nach der Aktion dann doch nicht verkneifen: „Zu dem Tisch gibt es noch vier Sessel, die kann sich die Person auch gerne holen. Ich habe dafür ja keine Verwendung mehr“, lässt sie dem Dieb ausrichten.