Erstellt am 17. Mai 2017, 04:00

von Michaela Höberth

Abwarten ist die falsche Strategie. Michaela Höberth über offene Personalfragen bei der Stockerauer ÖVP.

„Das ist bei uns kein Thema“, betont die Stockerauer VP-Stadtparteichefin Andrea Völkl. Sie will von den Gerüchten, dass ihre Mandatare Karl Kronberger und Peter Hopfeld bald in die Polit-Pension gehen könnten, nichts wissen.

Aber sollte eine Neuaufstellung der Partei im Hinblick auf die Wahlen 2020 nicht schon Thema sein? Kronberger und Hopfeld werden im Laufe der Periode zurücktreten. Ein Termin dafür wurde noch nicht festgelegt – und offensichtlich parteiintern auch nicht erfragt. So oder so wird die ÖVP Nachfolger brauchen. Bleibt die Frage, wer nachrücken soll, denn junge Gesichter, die sich in die erste Reihe stellen, hat die ÖVP derzeit nicht zu bieten.

Sich auf verdiente Mandatare zu verlassen, ist für 2020 nicht die richtige Strategie. Will man die SPÖ mit einem neuen Team angreifen, brauchen die Stockerauer gute Gründe, um dieses auch zu wählen. Die Zeit, sich zu beweisen, läuft der ÖVP dabei durch die Finger. Will man eine Chance auf den Bürgermeistersessel haben, sollte die Parteispitze ihre Personalfragen besser heute als morgen klären.