Erstellt am 27. April 2016, 05:04

von Veronika Löwenstein

Basis lebt schon in der Realität. Veronika Löwenstein über die Auswirkungen der Wahl auf den Bezirk.

Bei den Kommentaren der Geschäftsführer der Regierungsparteien unmittelbar nach geschlagener Wahl hätte man glauben können, sie hätten eine andere Wahl mitverfolgt. Anders die Reaktionen an der Basis: Dort ist man längst am Boden der Realität angekommen. VP-Kandidat Andreas Khol hat nicht einmal im tiefschwarzen Kernland reüssieren können.

Die Bezirks-ÖVP hat ihren Frust über den Stillstand in der Regierung und empfundene Schikanen schon vor wenigen Wochen öffentlich kundgetan. Am Sonntag forderten VP-Politiker nicht nur einen Neustart, sondern hinter vorgehaltener Hand auch eine komplette Neuordnung der ÖVP ohne Kammern und Bünde sowie personelle Konsequenzen.

Die FPÖ hat mit dem Ergebnis Lunte gerochen. Selbst in Gemeinden, wo sie bisher keine Rolle gespielt hat, holte FP-Kandidat Norbert Hofer Platz eins. Diesen Schwung will die FPÖ gestärkt und mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet für den Aufbau neuer Ortsparteien mitnehmen. Eine Bundespräsidentenwahl, die bis auf die lokale Ebene fortwirkt.