Erstellt am 12. April 2017, 04:00

von Veronika Löwenstein

Brücke wird Utopie bleiben. Veronika Löwenstein über die Hindernisse beim Brückenschlag.

Wie das Amen im Gebet kommt auch das Brückenthema immer wieder. Wobei es in den letzten Jahren stets von Klosterneuburger Seite aufgewärmt wurde – also von jenen, die das Projekt vor rund 30 Jahren verhindert haben.

Korneuburg hat viel aufgeholt in dieser Zeit. Viele Wiener sind in den Speckgürtel von Wien gezogen und haben Kaufkraft-Potenzial mitgebracht. Das macht die Region jetzt auch für die Klosterneuburger Wirtschaftstreibenden interessant.

Die Sehnsucht nach einer Brücke ist vonseiten der Korneuburger Stadtpolitik gedämpft. Vielleicht, weil man sich bewusst ist, dass es heute ungleich schwerer wäre, das Projekt umzusetzen. Die letzte ernst zu nehmende Diskussion datiert vom Jahr 2011.

Der Debatte wurde damals mit dem Argument der zu geringen Wirksamkeit der Brücke ein Ende gesetzt. Es geht längst nicht mehr um die Finanzierungsfrage, sondern um die Standortfindung. Langenzersdorf will die Brücke nicht, sämtliche Zufahrtsstraßen würden durch Natura-2000-Gebiet führen. Mit den heutigen Umweltauflagen wird die Brücke eine Utopie bleiben.