Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:08

von Markus Glück

Bürger wollen gehört werden. Markus Glück über den Missbrauch der Demokratie.

Klar darf man darüber diskutieren, ob man den Körner-Platz umwidmen soll. Ist man ehrlich und vergleicht das Projekt mit den Plänen des Jahres 2012, so bekommen die Bürger wohl jetzt nur eine Schmalspurvariante. Eine Lösung, mit der viele Körner-Platz-Bewohner eventuell auch hätten leben können, wenn man sie nur in die Detailplanung eingebunden hätte und sie nicht vor vollendete Tatsachen gestellt worden wären.

Schwerer als die Umwidmung der letzten großen Grünfläche in der Stadt wiegt aber der Vertrauensverlust in Bürgerbeteiligung und Demokratie. Wenn 2.000 von knapp 17.000 Stockerauern gegen etwas unterschreiben – immerhin wäre man damit bei den Wahlen drittstärkste Partei gewesen – muss man die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen. Klar, vielleicht sind von den 2.000 nicht alle für den Körner-Platz, sondern nur gegen die Stadtpolitik – Gehör muss man aber auch einem kleinen Prozentsatz der Bevölkerung, der sich um ein Projekt sorgt, geben.

Versteht die Politik dies nicht, so sieht es mit ihrer Zukunft düster aus!