Erstellt am 11. November 2015, 05:47

von Peter Sonnenberg

Da wächst was zusammen. Peter Sonnenberg über die Handballdamen aus Korneuburg.

Ein Raunen ging Mitte letzter Woche durch die österreichische Sportlandschaft: Die Handballgigantinnen von Hypo Niederösterreich verloren ihr erstes Meisterschaftsspiel seit über 20 Jahren. Und wo? In der Franz-Guggenberger-Halle Korneuburg. Nach dem Sieg über Wiener Neustadt haben Kapitänin Kathrin Lauter und Co. die wohl zwei besten Mannschaften der Liga bereits geschlagen.

Es ist der bisherige Höhepunkt einer tollen Saison der WHA-Mannschaft aus der Bezirkshauptstadt – einer jungen und hungrigen Mannschaft, die an den Lippen ihrer Trainerin, Ex-Welthandballerin und Nationalteamspielerin Jasna Kolar-Merdan, hängt und vollkommend zurecht auf Platz zwei liegt. Auch weil die Mädels die Handball-Philosophie ihrer Trainerin schön langsam verinnerlicht haben. Diese definiert sich nicht nur aus Kraft und Geschwindigkeit, sondern ist laut Kolar-Merdan „wie ein Schachspiel“. Auch der Kopf ist gefragt.

Mit ganz viel Köpfchen zog man dem großen Favoriten auch völlig verdient den Nerv. Das macht Lust auf mehr. Und vielleicht heißt es auch in den nächsten Wochen und Monaten für die Gegnerinnen der Kor-neuburger Damen, um bei Kolar-Merdans Sprachgebrauch zu bleiben: Schach matt.