Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Die Copacabana in Schlagweite. Peter Sonnenberg über Beach- volleyball-Ass Thomas Kunert.

Brasilien, genauer gesagt Rio, ist ziemlich weit entfernt vom Bezirk Korneuburg. Für Beachvolleyball-Ass Thomas Kunert und seinen Partner Christoph Dressler rücken die Olympischen Sommerspiele 2016 aber immer näher.

Mittlerweile sind die Beiden die Nummer zwei in Österreich – das könnte für einen Quotenplatz (Anm.: neben den fix qualifizierten Horst/ Doppler) auf der Copacabana, dem Strand vor Rios Haustür, reichen.

Der Weg dorthin ist allerdings beschwerlich: Beim europäischen Continental-Cup in Norwegen rittern 16 Nationen noch um einen weiteren Olympiastartplatz. Nur der Sieger fährt nach Rio. Schaffen es die Beiden auf Platz zwei oder drei, dann gibt es in Russland noch eine weitere Chance auf zwei Olympiaplätze beim World Continental Cup. Die Chance lebt also, auch wenn realistisch betrachtet alles gut laufen muss.

Nur vor knapp einem Jahr war so eine Mini-Chance noch weiter entfernt, als es Brasilien heute ist. Mit harter Arbeit und dem Glauben an die eigene Stärke blieb man aber weiterhin im Rennen. Und beim World-Tour-Auftakt im Iran zeigten Kunert/Dressler mit Platz neun, dass mit ihnen zu rechnen ist. Ein Ticket für Rio wäre dabei der schönste Lohn für ihre harte und unermüdliche Arbeit.