Erstellt am 25. November 2015, 05:58

von Peter Sonnenberg

Erfolg sollte sexy machen.

Klar, der Sensationscoup der Korneuburger Handballdamen gegen Hypo war ein Stück Sportgeschichte. Aber viel wichtiger als dieser Erfolg könnten die Folgen sein: Zum einen könnte endlich Bewegung kommen in den lähmenden Stillstand im heimischen Damenhandball.

40 Meistertitel in Serie für Hypo – diese Dominanz verhinderte eine ausgeglichene und spannende Meisterschaft. Das führte dazu, dass die besten Spielerinnen fast automatisch zu Hypo gingen oder gleich ins Ausland, um sich sportlich weiterzuentwickeln. Da blieben aber viele Talente auf der Strecke. Mit Folgen für das Damennationalteam, das sich mittlerweile seit Jahren nicht mehr für ein großes Turnier qualifizieren konnte.

Und zum anderen profitieren die Korneuburgerinnen selbst davon: Vom eigenen Pool an Talenten abgesehen, haben jetzt auch Wiener Talente in der Bezirkshauptstadt einen erfolgreichen und attraktiven Standort mit klarem Bekenntnis zum heimischen Nachwuchs. Ganz zu schweigen davon, dass Erfolg auch sexy macht für potenzielle Gönner und Sponsoren. Wenn nicht jetzt, wann dann haben sich die Kathrin Lauter und Co. mehr Unterstützung verdient? Damit in Zukunft solche Erfolge gegen Hypo nicht die Ausnahme, sondern zur Regel werden.