Erstellt am 04. Mai 2016, 05:04

von Veronika Löwenstein

Für die SPÖ wird es nicht leichter. Veronika Löwenstein über die SP-FP-Zusammenarbeit in Stockerau.

Koalition mit der FPÖ ja oder nein? An der zentralen Frage entzündete sich nach der Bundespräsidenten-Wahl der Richtungsstreit innerhalb der SPÖ. In der Stadt Stockerau wurde der Kurswechsel schon vor über einem Jahr entschieden.

Nach einer Zusammenarbeit mit den Grünen arbeitet die SPÖ seit der letzten Gemeinderatswahl mit der FPÖ zusammen. Wobei der Begriff Koalition ausdrücklich vermieden wird, man spricht lieber von Arbeitsübereinkunft. Wem von den beiden Arbeitspartnern der Zusammenschluss mehr geschadet hat, lässt sich schwer festmachen. Die Bilanz schaut mager aus: Die FPÖ hatte im ersten Jahr mit einem massiven Personalverschleiß zu kämpfen, die SPÖ ist einem Dauerfeuerwerk der Opposition ausgesetzt.

Wirklich Produktives ist nicht geschehen, dafür versucht man, sich gegenseitig nicht wehzutun. Die Lage wird angesichts des neuen FP-Selbstbewusstseins für die Stockerauer SPÖ nicht leichter. Sie muss jetzt tunlichst aufpassen, sich nicht vor FP-Themen hertreiben zu lassen. Securitys fürs Bad sind schon ein erster Vorgeschmack.