Erstellt am 06. Januar 2016, 04:58

von Veronika Löwenstein

Gemeinde hat’s in der Hand …. Veronika Löwenstein über die Zukunft der Stadtmusik.

Bis vor zwei Jahren zählte Korneuburg zu den wenigen Städten ohne Stadtmusikkapelle. Bei offiziellen Anlässen oder Empfängen musste man sich Kapellen der Nachbargemeinden ausleihen.

Es war daher der ausdrückliche Wunsch der Stadtgemeinde, dass sich im Rahmen des Stadterneuerungsprozesses eine Blasmusikkapelle formiert. Und genau da liegt schon die Crux an der Sache: Projekte der Stadterneuerung zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus der Basis entstehen. So wurde unter dem Druck der Politik eine Gruppe von künstlerischen Individualisten zusammengewürfelt, die letztlich an sich selbst gescheitert ist.

Zu verschieden waren die einzelnen Charaktere und Vorstellungen. Ob die Stadtmusik Zukunft hat, wird die Generalversammlung am 7. Jänner zeigen. Derzeit schaut alles danach aus, als würde sich die Gruppe um den Kapellmeister, den man eigentlich ablösen wollte, durchsetzen. Letztlich hängt aber alles von der Stadtgemeinde ab. Dreht diese den Geldhahn für die Fördergelder zu, ist das Aus des jungen Vereins so gut wie besiegelt.