Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Veronika Löwenstein

Gemeinde muss Partner sein. Veronika Löwenstein über die Nicht-Kommunikation mit dem Ministerium.

Kurz vor dem Einzug der Asylwerber in der Johann-Pamer-Straße 4 in Korneuburg montierten Mitarbeiter der Betreuungsfirma die Großküche im Wert von 62.000 Euro ab.

Das war im letzten Herbst, an die Öffentlichkeit gelangt ist der Coup erst kurz vor der Gerichtsverhandlung. Die Täter: Ein fußfesseltragender, drogensüchtiger Haustechniker und ein mehrfach vorbestrafter und staatenloser Sozialbetreuer; und das in einer Flüchtlingsunterkunft, die vom Innenministerium betrieben wird. Wie das zusammenpasst, fragte sich vor Gericht nicht nur der Richter.

Grundsätzlich hat auch die Stadtgemeinde mit der vom Bund betriebenen Einrichtung ihre liebe Not. Klappte die Kommunikation mit dem Ministerium anfangs noch einigermaßen, trudeln die Informationen jetzt nur noch spärlich oder auch gar nicht ein.

Zuerst stand die ehemalige Schule leer, jetzt sollen laut Gemeinde nigerianische Asylwerber untergebracht sein, was das Ministerium dementiert. Wenn das Ministerium in der Gemeinde keinen Partner sieht, wird das Projekt auf Dauer nicht funktionieren.