Erstellt am 23. Dezember 2015, 05:03

von Veronika Löwenstein

Gerechtigkeit gegen den Neid. Veronika Löwenstein über das Problem der Vereinsförderung.

Schon im Jahr 2006 haben die Stockerauer Grünen mehr Transparenz bei Vereinssubventionen gefordert. Bis heute hat sich an der Vergabepraxis nichts geändert. Welcher Verein mit welcher Summe gefördert wird, erfuhren die Gemeinderäte im nicht öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung.

Öffentlich kommuniziert durften die Zahlen daher nicht werden. Heuer haben die Neos den Antrag gestellt, den Punkt öffentlich zu machen. Geschehen ist das mitten in der nicht öffentlichen Sitzung, in der ein kurzes Zeitfenster wieder öffentlich wurde. „Eine Farce“, sagen die Grünen. Aber zumindest sind die Zahlen jetzt bekannt.

Das Theater und die ganze Aufmerksamkeit hätte man sich sparen können. Die gleiche Diskussion hat Korneuburg jahrelang durchgemacht. Bis die Ausschüsse in mühsamer Arbeit Richtlinien für die Vereinsförderung erarbeitet haben. Heute werden die Förderungen nach einem Punktesystem vergeben, das mathematisch nachvollziehbar ist – ein gerechtes System, das auch der Neidgesellschaft unter den Vereinen den Garaus gemacht hat.