Erstellt am 20. April 2017, 04:00

von Veronika Löwenstein

Kein Nachfolger weit und breit. Veronika Löwenstein über die Nachfolgedebatte in der SPÖ Stockerau.

In Stockerau kocht die Gerüchteküche, wer Helmut Laab in der Lenaustadt an der Spitze der SPÖ nachfolgen wird. Die Halbzeit einer Amtsperiode wird in vielen Gemeinden für einen geordneten Übergang genutzt.

Sogar einen Kandidaten hat die Gerüchteküche schon hervorgezaubert: SP-Gemeinderat Daniel Pollack, bisher in der breiten Öffentlichkeit eher unauffällig, macht sich als neuer Stellvertreter von SP-Bezirksparteiobmann Martin Peterl „verdächtig“. Aber offensichtlich haben die „Köche“ die Rechnung ohne Stadtchef Laab gemacht. Der denkt trotz aller Kritik nicht ans Aufhören. Auch eine weitere Amtsperiode schließt er im NÖN-Gespräch nicht aus.

Die Diskussion zeigt aber ein viel tieferes Problem der Stockerauer SPÖ: Man hat es in den letzten Jahren verabsäumt, einen möglichen Nachfolger behutsam aufzubauen. Sämtliche SP-Gemeinderatsmitglieder, die als personelle Hoffnungsträger gehandelt wurden, haben längst das Handtuch geworfen. Derzeit ist die SPÖ eine Ein-Mann-Partei. Das wird für die Zukunft nicht reichen.