Erstellt am 12. April 2017, 04:00

von Peter Sonnenberg

Charaktertest bisher bestanden. Peter Sonnenberg über das Aus von Andreas Lipa in Bisamberg.

Es kehrt einfach keine Ruhe ein beim 1. FC Bisamberg: Nach dem Weggang von Erfolgstrainer Thomas Flögel kurz vor Ende der Herbstsaison und dem Wirbel rund um die (mittlerweile eingestellten) Ermittlungen wegen möglichen Wettbetrugs im Testspiel gegen Alt-Ottakring ist jetzt auch für Coach Andreas Lipa Schluss.

Nach nur drei Spielen auf der Bisamberger Bank wechselte er zu Austria Lustenau. Sektionsleiter Franz Holzer und Co. wollten ihm bei diesem Jobangebot keine Steine in den Weg legen. Vielleicht tröstet sie die Tatsache, dass es auch eine Ehre ist, wenn ein 1.-Klasse-Trainer (siebenthöchste Leistungsstufe) fünf Etagen höher arbeitet.

Und was macht die Mannschaft? Sie gewann am Sonntag und verteidigte die Tabellenführung. Keine große Kunst, werden die einen sagen – ob der weiterhin klaren Favoritenrolle, welche die Bisamberger (seit Saisonbeginn) innehaben.

Allerdings war damals nicht absehbar, dass man jetzt mit dem Ex-Leobendorfer Christian Prosenik den dritten Trainer innerhalb eines knappen Jahres bekommt. Ganz zu schweigen vom Imageschaden durch die Causa Alt-Ottakring. Das reicht normalerweise für drei Saisonen, um ein Team aus dem Tritt zu bringen. Die mentale Stärke, das alles wegzustecken und weiter von der Spitze zu lachen, ist jetzt schon titelreif.