Stockerau

Erstellt am 07. Februar 2018, 05:00

von Peter Sonnenberg

Hypo hat jetzt Bezirkstrauma. Peter Sonnenberg über die Handballdamen aus Stockerau.

Wahnsinn! Mit diesem Wort lässt sich das ganze Handballcup-Viertelfinalspiel zwischen dem UHC Stockerau und Hypo Niederösterreich zusammenfassen.

Innerhalb von knapp zwei Jahren verlor die wohl beste österreichische Handballdamenmannschaft aller Zeiten zweimal gegen Mannschaften aus dem Bezirk Korneuburg: im November 2015 in der WHA gegen Korneuburg, jetzt gegen die in der Meisterschaft auf Platz zwei liegenden Lenaustädterinnen. Im Pokal gab es übrigens für Hypo bis auf die Finalniederlage im Vorjahr in den letzten 27 Jahren 26 (!) Titel. Ohne Psychologe sein zu müssen, kann attestiert werden: Jetzt hat Hypo ein Bezirkstrauma.

Allerdings wäre es unfair, das nur auf die Schwäche der Südstädterinnen zu schieben. Ganz im Gegenteil: Stockerau krönte eine bisherige Top-Saison mit einer Top-Leistung. Zwar warten unter den letzten Vier im Cup noch immer gute Teams, aber wer das allerbeste aus dem Bewerb schießt, darf getrost als Favorit bezeichnet werden. So gesehen ist dieser Erfolg auch eine einmalige Chance, der gesamten Handballszene im Bezirk und im Weinviertel neue Impulse zu verleiten und neue Mädels zum Sport zu locken. Gelingt das, wäre das fast noch höher einzuschätzen als dieser Sensationscoup.