Erstellt am 27. Juli 2016, 05:00

von Veronika Löwenstein

Kurze Anfahrt als Makel. Veronika Löwenstein über den Tourismus und seine Probleme im Bezirk.

Der Bezirk hat das Potenzial, zu einer ernst zu nehmenden Destination im Kurzurlaub-Segment zu werden. Noch sind es vor allem Arbeiter, die die Nächtigungszahlen jedes Jahr in die Höhe treiben, und nicht die klassischen Touristen.

Die besuchen die Gegend lieber bei einem Tagesausflug. Mit den Leiser Bergen, den Donauauen, der Fossilienwelt, der Burg Kreu-zenstein, dem Wildpark und der Adlerwarte hat der Bezirk ein paar kräftige Zugpferde. Dazu kommen die Radwege, in deren Ausbau in den letzten Jahren kräftig investiert wurde, die Kellergassen und die Heurigenkultur. Trotzdem kämpft der Bezirk mit einem Makel: Für einen wirklichen Urlaub liegt Korneuburg einfach zu nah an Wien.

Es ist eine Frage der Begrifflichkeit, aber mit Urlaub verbinden die meisten eine entsprechende Anreise. Das wird auch als Grund angeführt, warum die Amethystwelt in Maissau wesentlich mehr Besucher als die Fossilienwelt in Stetten anlocken kann. Umso schwieriger ist es, den Tourismus in die Gänge zu bringen. Aktionen wie „Tafeln im Weinviertel“ zeigen aber, dass es dennoch geht.