Erstellt am 24. August 2016, 05:00

von Veronika Löwenstein

Manchmal tut Ehrlichkeit gut. Veronika Löwenstein über die Querelen in der FPÖ Korneuburg.

Unauffällig – mit dem Attribut lässt sich die Arbeit der zwei bisherigen Korneuburger FP-Gemeinderäte am besten beschreiben. Andreas Panek und Johann Pirgmayer haben lange die Mehrheitsbeschaffer für die ÖVP gespielt, als diese noch nicht die Absolute hatte. Pirgmayer folgte auch danach oft den Entscheidungen der ÖVP, was innerparteilich umstritten war. Dazu kam, dass sich die FPÖ trotz der Erfolge auf Bundesebene bei Kommunalwahlen nicht vom Fleck bewegte.

Jetzt wollen die Jungen ans Ruder. Der Konsenspolitik der letzten Jahre erteilen sie eine klare Absage. Der Neustart war aber mehr als holprig. Der neue Obmann David Prager kandidierte 2015 nicht auf der FP-Liste, kann also nicht in den Gemeinderat einziehen. Wer Pirgmayer nachfolgt, ist fraglich, haben die Listen-Nächsten doch schon bei der Frage nach der Panek-Nachfolge abgewunken.

Das politische Geschäft müssen die Jungen noch lernen. Sie wollten vermitteln, dass der Rücktritt von Pirgmayer im Einvernehmen erfolgte, was dieser dementierte. Die erste Lektion: Ehrlichkeit ist gefragt!