Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Veronika Löwenstein

Symptomatisch für das Klima. Veronika Löwenstein über die „Bespitzelungs- Aktion“ der FPÖ Stockerau.

Die FPÖ-Aktion in Stockerau ist symptomatisch für das Klima in der Lenaustadt, das von gegenseitigem Misstrauen geprägt ist. Das zeigt sich in der täglichen Arbeit und in den Gemeinderatssitzungen coram publico, und jetzt ist eine Ausschusssitzung öffentlicher Diskussionsgegenstand.

Eine FPÖ-Gemeinderätin hatte die Arbeit von Gemeindemitarbeitern, die für die Grünraumpflege verantwortlich sind, genau dokumentiert, weil den Freiheitlichen zu Ohren gekommen war, dass es manche in dem Bereich mit der Arbeitszeit nicht so genau nehmen würden.

Die Personalvertretung tobt und spricht von Stasi-Methoden, SP-Stadtchef Helmut Laab distanziert sich nur halbherzig von der Vorgehensweise. Der Weg der FPÖ über den Park- und Gartenausschuss verwundert umso mehr, wo man doch seit der letzten Gemeinderatswahl ein Arbeitsübereinkommen mit der SPÖ hat und FP-Stadtrat Erwin Kube dem Personalausschuss vorsteht. Warum also hat man das gute Gesprächsklima mit der SPÖ nicht genutzt und stattdessen alle 360 Stockerauer Gemeindemitarbeiter in Misskredit gebracht?