Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:02

von Veronika Löwenstein

Zumindest vom Thema passt‘s. Veronika Löwenstein über das Projekt Kreisverkehr-Gestaltung.

Mit Kunst muss man sich auseinandersetzen können, forderte Hildegund Amanshauser, Direktorin der internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. Das ist dem indischen Künstler mit seinem Objekt im Kreisverkehr Stockerau-Ost zweifelsohne gelungen. Die Gestaltung hat auf Facebook eine hitzige Diskussion losgetreten.

Insgesamt drei Kreisverkehr-Gestaltungen in der Region „10 vor Wien“ hat das Land NÖ mit je 70.000 Euro gefördert. Bedingung war eine internationale Ausschreibung zu den Themen Mobilität, Heimat und Identität. Die Entscheidung lag beim Kulturbeirat des Landes. Lediglich ein Einspruchsrecht hatten sich die Gemeindeverantwortlichen ausverhandelt, zu sehr spukte noch das Schreckgespenst der alten Rolltreppe, ein Kunstobjekt vor der Leobendorfer Volksschule, in den Köpfen der Politiker.

Die Blume aus verbogenen Verkehrstafeln fand rasch Zustimmung, zumal der Zugang zum Thema Mobilität in mehrfacher Hinsicht erfüllt ist. Was man ja beim schiefen Haus in Korneuburg oder bei den ägyptischen Steinmonumenten in Hagenbrunn nicht behaupten kann.