Erstellt am 31. Januar 2018, 05:00

von Veronika Löwenstein

Korneuburg lebt das „Wir“ vor. Veronika Löwenstein über das Erfolgsrezept des „Miteinanders“.

Die Korneuburger ÖVP macht es seit dem Wahlgewinn 2010 vor, das Konzept ist jetzt auch auf Landesebene aufgegangen: Mit einem charismatischen Spitzenkandidaten oder einer Kandidatin das Wir-Gefühl beschwören und wie ein Duracell-Hase die Politik des Miteinanders trommeln.

In Korneuburg hat die ÖVP dieses System mittlerweile perfektioniert. Bürger und Parteien werden eingebunden, es gibt keinen Fototermin, zu dem die anderen Fraktionen nicht geladen werden. Und das, obwohl die ÖVP die absolute Mehrheit in der Stadt hat. Den anderen Parteien fällt es zunehmend schwer, sich aus der tödlichen Umarmung der ÖVP zu lösen.

Warum das erfolgversprechende Konzept längst nicht auch andere Gemeinden im Bezirk übernommen haben, ist nicht nur unerklärlich, sondern auch unverständlich. Johanna Mikl-Leitner und Christian Gepp zeigen vor, dass es funktioniert. Mit ein bisschen Hilfe von oben – Stichwort „Aus für das Postverteilerzentrum“ – hat es der Korneuburger Bürgermeister sogar geschafft, einen Rekord an Vorzugsstimmen einzufahren.