Erstellt am 04. Januar 2018, 05:00

von Michaela Höberth

Menschen stehen an erster Stelle. Michaela Höberth über den sozialen Wohnbau in Stockerau.

Es ist eine Debatte, deren Ende sich noch nicht absehen lässt: Ein ehemaliger KIG-Aufsichtsrat spielte der NÖN Unterlagen zu, die auf einen Verkauf der sozialen Wohnbauten in Stockerau hinweisen. „Davon ist keine Rede!“, verwehrte sich SP-Stadtchef Helmut Laab.

Ganz von der Hand zu weisen sind die Argumente jedoch nicht: Laut Zahlen wird mit 2021 ein beachtlicher Teil der KIG-Schulden getilgt – passenderweise nach den Gemeinderatswahlen. Und woher sollten die Gelder kommen, wenn nicht aus dem Verkauf gewinnbringender Gebäude? Im Gegenzug wurde erst in die Sanierung der großen Wohnbauten investiert. Doch wer sagt, dass man dadurch nicht nur den Wert steigern wollte? Immerhin hat die KIG enorme Schulden zu begleichen.

Rein politisch ist es für einen roten Bürgermeister nicht tragbar, beim sozialen Wohnen und damit bei der Kernwählerschaft zu sparen. Gewichtiger als jedes Für und Wider sollte bei der Entscheidung jedoch eines sein: nämlich das Wohl der Menschen, die sich ohne sozialen Wohnbau kein Dach über dem Kopf mehr leisten könnten.