Erstellt am 08. September 2015, 06:52

von Veronika Löwenstein

Mitsprache bei Standortfrage. Veronika Löwenstein über die Flüchtlingsfrage in Stockerau.

Es war zu erwarten, dass sich die Stadt Stockerau alleine mit privaten Quartieren nicht aus der Affäre ziehen kann. Auch die größte Stadt des Weinviertels muss ihren Beitrag leisten, das hat das Land NÖ vergangene Woche klar gemacht.

60 Flüchtlinge sollen in einem Container-Dorf untergebracht werden, rund 30 sind schon länger da. Das sind 0,6 Prozent der Bevölkerung, damit liegt man weit unter der diskutierten Quote von 1,5 Prozent. Man muss also damit rechnen, dass weitere Projekte folgen werden, wenn die Stadt nicht in Eigeninitiative ein gewisses Pensum erfüllt.

Aber zumindest sind sich einmal alle Parteien einig. Nämlich in dem Punkt, dass das Areal bei der Arche nicht unbedingt der geeignete Aufstellungsort für ein Container-Dorf ist. Nur besprochen hat man die Causa noch nicht, was spätestens in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch für Diskussionsstoff sorgen wird.

Zumindest beim Standort hätte die Stadt Steuerungsmöglichkeiten, wenn alle Parteien an einem Strang ziehen und ihre Kontakte ausspielen. Aber das wäre in Stockerau mal ganz etwas Neues.