Erstellt am 08. Juni 2016, 05:00

von Veronika Löwenstein

ÖVP bekommt den Groll ab. Veronika Löwenstein über die Wohnbauprojekte in Korneuburg.

Die absolut regierende ÖVP in Korneuburg liefert solide Arbeit ab. Gegenwind gibt es abseits vom Polit-Geplänkel zwischen SPÖ und ÖVP kaum. Die Stimmung spiegelte sich in den letzten Jahren auch in der Bevölkerung wider. Mit genügsamer Zufriedenheit wurde die Stadtpolitik beobachtet, die die Bürger mittels Bürgerbeteiligung und Stadterneuerung ins Boot holte.

Doch das rosarote Hochgefühl bekommt langsam Risse. Vielen Bürgern geht das Wachstum der Stadt zu schnell. Die Wohnbauprojekte sind zu viele an der Zahl, die Gebäude zu hoch. Wo immer ein Bauträger sein großvolumiges Bauprojekt hochziehen will, regt sich Widerstand und Bürgerinitiativen werden gegründet.

Ob Jahnkaserne, ehemals Landesgericht, Chimanigasse oder Gardena-Gründe – der Widerstand gegen die Stadtpolitik wächst. Auch wenn Entscheidungen zur Umwidmung oft von der früheren SPÖ-Regierung getroffen wurden, den Groll bekommt die ÖVP ab. Und der sind, so scheint’s, die Bauprojekte – die meisten unter der Federführung der Hypo NÖ – gar nicht so unrecht.