Erstellt am 23. März 2016, 05:04

von Markus Glück

Populistischer Kuschelkurs?. Markus Glück über die Suche nach der Identität der Stockerauer Parteien.

 "Zwischen uns passt kein Blatt", sagten SP-Bürgermeister Helmut Laab und sein FP-Stellvertreter Erwin Kube im Rahmen des NÖN-Gesprächs zum einjährigen Jubiläum der rot-blauen Stadtregierung. Eine Aussage, die gerade bei so manchen Freiheitlichen die Stirnfalten zum Runzeln bringen wird. Glaubt man den Gerüchten, die von FP-Insidern an die NÖN herangetragen werden, so dürfte der Kuschelkurs bei einigen Parteikollegen, allen voran FP-Chef Wolfgang Mayer, auf wenig Gegenliebe stoßen. Durch das harmonische Bild der Führungsspitze der Stadt befürchten FP-Sympathisanten einen Verlust der eigenen Identität.

Unter diese Verlustangst muss man auch die FP-Äußerungen im Gemeinderat zum Burkini-Verbot und den Wunsch, Flüchtlinge zum Unkrautzupfen einteilen zu wollen, einordnen. Der Vorstoß, Asylwerber in die Arbeit der Stadtgemeinde einzubinden, ist an sich begrüßenswert. Populistische Äußerungen mit deutlichem Unterschweif sind dabei aber ebenso fehl am Platz, wie die Bevölkerung mit falschen Behauptungen zu verunsichern.