Erstellt am 19. Juli 2017, 05:00

von Veronika Löwenstein

Versagen auf zwei Ebenen. Veronika Löwenstein über die Vorwürfe gegen das Danzer-Haus.

Die Darstellungen, wie es zu den Schäden im Georg-Danzer-Haus gekommen ist, gehen weit auseinander. Von Baumängeln spricht der Verein „Fluchtweg“, der dort jugendliche Flüchtlinge betreut hat, von Vandalismus die Mutter des Vermieters. Einig ist man sich nur, dass man sich gegenseitig nicht erreicht hat.

Im September 2015 wurde das Haus eröffnet, aufwendig saniert, wie die Vermieter betonen. Nachdem der Verein mitten im Konkursverfahren steckt und die Jugendlichen abgesiedelt sind, mussten die Vermieter zahlreiche Schäden an ihrem Haus feststellen. Die Ursache von Wasserschäden lässt sich objektiv aus der Ferne schwer feststellen.

Ausgedämpfte Zigaretten an der Fassade sind aber ein No-Go und sprechen eine klare Sprache: Hier hat die Kontrolle offenbar versagt, sowohl die des Vereins als auch jene der Landesregierung, die das Projekt ordentlich gefördert hat. Vorfälle wie diese, die dann über Facebook verbreitet werden, tun der ganzen Flüchtlingsarbeit nichts Gutes.

Verein und Land hätten angesichts dieser Bilder viel früher handeln müssen.