Korneuburg

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:00

Ärger über Post: Briefkasten bleibt leer. Korneuburger beschweren sich, dass sie über eine Woche keine Poststücke bekommen. Post kontert: „Alles läuft bestens.“

Dass im Sommer weniger Werbung in die Postkästen flattert, ist laut Post normal. Das Kuvert wird aber auch im Sommer mindestens zweimal in der Woche zugestellt.  |  Shutterstock/Iakov Filimonov (Symbolbild), Shutterstock/Iakov Filimonov (Symbolbild)

„Die Post bringt allen was“, so lautet zumindest die Werbung. Das gilt aber offenbar nicht für alle Korneuburger. „Ich habe seit über einer Woche keine Post mehr bekommen, auch keine Werbung“, klagt eine Korneuburgerin aus der Kreuzensteiner Straße ihr Leid. Sie hat ihrem Ärger auch im Korneuburger Facebook-Forum Luft gelassen und ist dort auf viele Gleichgesinnte gestoßen.

So richtig bewusst geworden ist der Frau ihr leerer Briefkasten erst, als sie das Haus ihrer Tochter während deren Abwesenheit betreute und dort der Postkasten vor Werbung überquoll. „Bei uns ist überhaupt nichts drinnen“, seufzt sie. Dabei geht es ihr weniger um die Werbung als um wichtige Post. „Ich warte auf Rechnungen und möchte mich nicht rechtfertigen müssen“, fürchtet sie Mahnspesen.

Post hat keine Erklärung für die Probleme

Etliche Korneuburger haben sich schon bei der Post beschwert. Eine Dame bekam die Auskunft, dass man an einer Systemumstellung arbeite, weshalb es etwas chaotischer zugehe.

Die NÖN konfrontierte Post-Sprecher Michael Homola mit den Vorwürfen aus der Stadt. Der kann sich die Kritik nicht erklären. „Der Zustellbezirk war immer komplett besetzt. Es gab keine Ausfälle und auch keine Krankenstände“, rätselt er über die Beschwerden. Auch von einer Systemumstellung könne keine Rede sein, stellt er richtig.

Der Post-Sprecher weist darauf hin, dass im Sommer deutlich weniger Werbung ausgeschickt wird. „Die großen Firmen werben im Sommer nicht so viel“, weiß er aus Erfahrung. Seit 2012 gibt es das „Kuvert“, erinnert Homola. Der Sammelumschlag mit Werbeflyern flattert zwei- bis dreimal die Woche in die Haushalte. An den anderen Tagen kommt der Briefträger nur, wenn er Briefe zuzustellen hat. In Korneuburg kennt er keine Probleme, „es läuft alles.“