Korneuburg

Erstellt am 20. April 2017, 04:00

von Veronika Löwenstein

Bücherboxen: Lesestoff aus der Zelle. Die Telefonzellen feiern ein Comeback in der Stadt: An drei Standorten werden sie mit Büchern bestückt und wiederbelebt.

Mitglieder des Lebensbereichs Bildung, die das Projekt der Bücherboxen umsetzen: Klaus Michal, Brigitte Sekanina, Martin Peterl, Ilse Hödl, Traude Glanz-Scheibreithner, Edmund Seidl, Eva Wagner, Hedwig Weiß und Alcira de Supancic.  |  privat

Rechtzeitig zum Welttag des Buchs am 23. April werden sie fertig – die Korneuburger Bücherboxen „Books to go“. Drei ausrangierte Telefonzellen werden dabei zu kleinen Bibliotheken umfunktioniert und am Bahnhof, vor den Volksschulen und am Hauptplatz aufgestellt.

Den alten Telefonzellen wird dabei auch optisch neues Leben eingehaucht. „Auf die Fenster werden Bücherrücken geklebt und im Inneren Regale montiert“, kündigt VP-Stadtrat Matthias Wobornik an. Schon in den kommenden Tagen werden die Bücherboxen in der Stadt aufgestellt, davor müssen die Regale aber noch befüllt werden. „Wir brauchen Bücher!“, bittet Wobornik die Bürger um Mithilfe.

Prinzip: "Bookcrossing"

Die Telefonzellen werden rund um die Uhr zugänglich sein. Die Verwendung ist vielseitig: Man kann sich ein Buch ausborgen und es nach dem Lesen wieder zurückbringen, oder aber man nimmt ein Buch mit und ersetzt es durch ein anderes. „Bookcrossing“ heißt das Prinzip, das mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung geworden ist. Die Angst vor Vandalenakten hat man durch Erfahrungen in anderen Gemeinden zerstreut.

„Es funktioniert wirklich gut“, hat sich der Stadtrat überzeugt. Außerdem gibt es für jeden Standort einen Verantwortlichen, der ein Auge auf „seine“ Bücherbox hat. „Dieser kümmert sich um die Erstbefüllung und um die Betreuung“, erläutert Wobornik.

Umgesetzt wird das Projekt vom Lebensbereich Bildung – das Nachfolgeprojekt der Stadterneuerung – unter der Leitung von Klaus Michal.

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