Korneuburg , Krems

Erstellt am 24. April 2017, 09:10

von Jutta Hahslinger

Handys mit Daten der Freunde bestellt. Vorstrafe hält 19-Jährigen nicht davon ab, erneut Verträge auf Namen von Freunden abzuschließen. Nun muss er hinter Gitter.

Symbolbild  |  Shutterstock, Liderina

Wenn es darum ging, schnelles Geld zu machen, galten für einen Kremser (19) Freundschaften nichts mehr: So schloss er auf die Namen von Schulfreunden und Bekannten im Wald- und Weinviertel über das Internet Verträge mit Mobilfunkbetreibern ab, die dafür erhaltenen „Gratis-Handys“ verkaufte er dann.

Aufgeflogen ist die Sache, weil es ihm einmal nicht gelungen ist, die Mahnung des Mobilfunkbetreibers über nicht bezahlte Gebühren bei einem ahnungslosen Opfer (19) in Lan-genlois verschwinden zu lassen. „Er hat mich gefragt, ob er auf meine Adresse Waren liefern lassen kann, weil er wegen der Arbeit oft nicht daheim sei. Gutmütig sagte ich ja, und dann diese miese Abzocke mit meinen Daten“, schildert ein Lan-genloiser vor Gericht.

Auch ein Weinviertler (19) fiel aus allen Wolken, als er erkennen musste, dass ihm der alte Schuldfreund bei einem Treffen in Korneuburg die Börse gestohlen und dann die erbeuteten Ausweise dazu benutzt hatte, Bestellungen zu tätigen und Handys zu ergaunern.

„Sie haben nach zwei Verurteilungen einfach munter weitergemacht, Freundschaften schamlos ausgenutzt und einen Gesamtschaden von über 20.000 Euro angerichtet. Nun müssen Sie die Konsequenzen tragen“, meinte Richter Gerhard Wittmann und präsentierte dem 19-Jährigen die Rechnung: zwei Jahre Gefängnis und fünf weitere Monate aus dem Widerruf von zwei bedingten Strafnachsichten. Nicht rechtskräftig.