Korneuburg

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:01

Sorge um Zirkuspferde: Nicht artgerecht gehalten?. Der Besuch des Circus Safari, der am Wochenende in der Donaustraße seine Zelte aufgeschlagen hat, schockierte eine Besucherin.

Löwenstein

„Die dort in der Manege gezeigten dressierten weißen Pferde sind scheinbar alle massiv unterernährt und wirken nicht artgerecht versorgt“, richtete die Besucherin ihre Kritik nicht nur an die NÖN, sondern auch an die Bezirkshauptmannschaft.

"Sofortiges Auftrittsverbot verhängt"

„Die Tiere hatten kein sauberes Wasser und nur Nahrung, die die Besucher zukaufen konnten“, beschreibt sie die Situation. Angesicht der Fotos, auf denen deutlich die Rippen der Pferde zu erkennen sind, ortete auch die Bezirkshauptmannschaft sofortigen Handlungsbedarf. „Wir waren natürlich gleich dort“, bestätigte Bezirkshauptmann Waltraud Müllner-Toifl. Noch am gleichen Tag, an dem das Schreiben die Behörde erreichte, begab sich die Amtstierärztin auf Lokalaugenschein.

Futter sei keines vorhanden gewesen, „frisches Futter für die nächsten sechs Tage wurde aber gerade angeliefert“, erzählt die Bezirkschefin. Über die Tiere in kritischem Zustand sei sofort ein Auftrittsverbot verhängt worden, führt sie aus.

Hundewelpen bei Vorstellung verkauft

Zirkusdirektor Benjamin Spindler macht auch gar keinen Hehl daraus: „Ja, zwei Pferde sind derzeit etwas dünner“, weiß er um den Zustand. Er verweist aber auch auf die Rasse: „Es handelt sich um Vollblutaraber, das sind Hochleistungsmaschinen. So ein Wildpferd ist einfach dünner“, gibt er Auskunft. Die Tiere stünden in tierärztlicher Behandlung und würden derzeit aufgepäppelt.

Aber nicht nur die Haltung, sondern auch die Pferdenummer ist der Zirkusbesucherin negativ im Gedächtnis geblieben. Kritisiert wurde der Zirkus aber auch dafür, dass reinrassige Hundewelpen im Rahmen der Vorstellung zum Verkauf angeboten worden sein sollen, was laut dem neuen Tierschutzgesetz verboten ist.

Alle Vorwürfe und Reaktionen leset ihr in der aktuellen Ausgabe der Korneuburger NÖN sowie im ePaper.