Korneuburg

Erstellt am 10. August 2016, 04:45

von Veronika Löwenstein

SPÖ will Gratis-WLAN. Geht es nach der SPÖ, dann soll man künftig nicht nur am Hauptplatz gratis im Internet surfen können. Die ÖVP ist skeptisch.

Die SPÖ wünscht sich, dass die Stadtgemeinde auf mehreren öffentlichen Plätzen Gratis-WLAN anbietet. Thomas Pfaffl, Patricia Katsulis, Martin Peterl und Hannes Minatti (v.l.) vor dem Bahnhof.  |  Löwenstein

„Gratis WLAN für Bad, Bahnhof und Funcourt“ propagiert die SPÖ auf Plakatständern in der Stadt. „In Wien gibt es Gratis-WLAN an jeder Ecke, in Korneuburg nur am Hauptplatz“, veranschaulicht SP-Vizebürgermeister Thomas Pfaffl den Ist-Stand. Und man blieb auch nicht untätig. Rund 12.000 Euro würde die Installation an den drei Orten kosten, hat sich SP-Stadtrat Martin Peterl kundig gemacht.

Pfaffl: "Nicht jeder hat ein Datenpaket"

Für die SPÖ eine gerechtfertigte Investition. „Nicht jeder hat ein Datenpaket. Es geht uns auch darum, dass die Eltern nicht so viel zahlen müssen“, begründet Pfaffl das Anliegen. Bad, Bahnhof und Funcourt sind Plätze, die vor allem von Jugendlichen frequentiert werden. Die Notwendigkeit erschließt sich VP-Vizebürgermeisterin Helene Fuchs-Moser nicht. „Heute hat jeder über das Smartphone die Möglichkeit, ins Internet zu kommen“, gibt sie zu denken. Zudem seien die Datenpakete schon sehr billig.

Fuchs-Moser: "Wäre zusätzliche Strahlenbelastung"

Fuchs-Moser verweist auch auf den gesundheitlichen Aspekt. Mediziner würden bereits raten, das WLAN über Nacht auszuschalten. „Das wäre eine zusätzliche Strahlenbelastung, die wir im Grunde nicht brauchen.“ Das Geld sieht die VP-Vizestadtchefin im sozialen Bereich wesentlich besser aufgehoben. „Da gibt es Wichtigeres und Nachhaltigeres“, vertritt sie die Meinung.

Peterl: "Für jedes ÖVP-Projekt ist Geld da"

Peterl kontert: „Für jedes ÖVP-Projekt ist Geld da. Für den Sicherheitsdienst geben wir 30.000 Euro aus, der Bewegungspark hat 60.000 Euro gekostet und die Hundezone schlägt mit 10.000 Euro zu Buche.“ Pfaffl schlägt vor, sich über alternative Finanzierungsmöglichkeiten Gedanken zu machen und kann sich die Umsetzung in Form eines Promo- oder Pilotprojekts vorstellen.

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