Erstellt am 31. März 2016, 03:14

von Josef Christelli

Kosmetik für Wahrzeichen. Die Aussichtswarte Oberleis ist für viele das Sinnbild der Region. Nun wird der 40 Jahre alte Holzturm saniert und soll für viele weitere Jahre bestehen bleiben.

Die Aussichtwarte Oberleis wird saniert. Christian Pölz und Mario Brand erneuerten trotz Wind und Kälte einige Teile. Regionsobmann-Stellvertreter Horst Gangl kontrollierte die Baustelle. Foto: Christelli  |  NOEN, Christelli
Die Aussichtswarte Oberleis wird derzeit renoviert und erneuert. Der mehr als 40 Jahre alte „Wachturm“, der weithin sichtbar und ein Wahrzeichen der Region Leiserberge geworden ist, wird repariert.

Zahn der Zeit nagte an Holzkonstruktion

Die 23 Meter hohe Aussichtswarte wurde nach der Eröffnung des Naturparks Leiserberge am 12. September 1970 im Jahre 1971 von Zimmermeister Otto Schibich aus Ernstbrunn gebaut. Die Firma gibt es schon lange nicht mehr, der Turm steht aber noch immer und hat viele Stürme, Winde und sogar den Orkan Emma im März 2008 überstanden.

Die Holzkonstruktion war in den letzten Jahren besonders auf der „Wetterseite“ also im Westen, vom Zahn der Zeit angenagt worden. Die Kleinregion Leiserberge ist als jetziger „Besitzer“ für die Erhaltung und Sicherheit verantwortlich.

„Rund 4.500 Euro wird die Sanierung kosten,
wenn nicht noch andere Schäden auftauchen.“
Horst Gangl


Deshalb wurde der Aussichtsturm, von dem man das ganze Weinviertel übersieht und der Einblicke ins Donautal, ins Alpenvorland und in die Nachbarländer bietet, von einer Experten-Kommission untersucht.

„Rund 4.500 Euro wird die Sanierung kosten, wenn nicht noch andere Schäden auftauchen“, so Re-
gionsobmann-Stellvertreter Horst Gangl, der als Bürgermeister von Ernstbrunn auch für Oberleis zuständig ist.

Seit dem Ausstieg von Mistelbach hat die Kleinregion ja andere Gesetze: Jede Mitgliedsgemeinde ist für das Gemeindegebiet selber verantwortlich und erledigt auch alle notwendigen Arbeiten im Rahmen des Tourismus seitens der Gemeinde selbst.

Der Arbeitsauftrag wurde an den „Naturpark-Zimmerer“ Sepp Kindl aus Ladendorf vergeben. Derzeit wird am Turm gearbeitet. Einige Holzteile wurden erneuert und auf der „Wetterseite“ werden noch etliche ausgetauscht.
Der Turm war zu Ostern wieder offen und gut besucht. „Die Aussicht ist ja fabelhaft“, so eine Besucherin aus Wien zur NÖN.