Korneuburg

Erstellt am 06. Juli 2016, 03:15

von Markus Glück

Hochsaison bei Fahrrad-Diebstählen. Vermehrt Meldungen über Diebstähle und Einbrüche in der Stadt. Polizei sieht vor allem bei Drahteseln derzeit ein Problem.

Zuerst wurde ein Moped von bisher unbekannten Tätern gestohlen, dann wurde es in der Nähe des Bahnhofs abgefackelt.  |  NOEN

Derzeit vergeht in der Bezirkshauptstadt kein Tag, wo nicht auf Facebook über Fahrraddiebstähle und Auto- oder Wohnungseinbrüche berichtet wird. Zuletzt sorgte ein abgefackeltes Moped in der Nähe des Bahnhofs, welches zuvor von einem nahen Grundstück entwendet wurde, für Aufsehen. Auch die Feuerwehr wurde letzte Woche wieder Opfer eines Diebstahls: Abermals wurden bei der Donau vier Bootsmotoren, darunter auch jener des Floriani-Boots, gestohlen.

Nachgefragt beim Bezirkspolizeikommando, ob der subjektive Eindruck von mehr Verbrechen in der Stadt stimmt, schwächt man ab. „Die Zahl der Wohnungs- und Autoeinbrüche ist bei uns nicht auffällig“, erklärt Andreas Thenner von der Bezirkspolizei. Probleme gebe es derzeit aber im Bereich der Fahrraddiebstähle. Die Polizei wird weitere Maßnahmen setzen: „Diese können wir aber nicht öffentlich kommunizieren. Bei den Fahrrädern sind Maßnahmen allerdings sehr schwierig.“

Korneuburgs Bürgermeister Christian Gepp betont, dass es in der Stadt kein Sicherheitsproblem gibt. „Durch die sicher intensivere Flut an Kommunika-
tion werden Diebstähle auch intensiver wahrgenommen“, so Gepp. Vonseiten der Stadt wird aber alles unternommen, um vor allem das Problem im Bereich der Fahrraddiebstähle in den Griff zu bekommen. Gepp: „Wir haben beim Bahnhof mehr Beleuchtung und vor Kurzem erst neue Kameras installiert. Man wird aber auch schauen, wo man weiter Maßnahmen setzen kann.“

 SP-Peterl kritisiert Sicherheitsdienst 

SP-Stadtrat Martin Peterl nimmt bei der Debatte vor allem den Sicherheitsdienst in der Stadt in die Pflicht. „Die ÖVP hat den Dienst 2010 eingeführt. Ich bin nicht dagegen, aber dieser Sicherheitsdienst muss alle Sicherheitsagenden, also auch die Gebäude- und Objektsicherung, wahrnehmen“, ärgert er sich, dass der Sicherheitsdienst derzeit unter anderem nur für das Auf- und Zusperren des Rathauses zuständig ist. Steigt die Kriminalität in der Stadt aber weiter, will Peterl sich das Thema intensiver anschauen: „Eine Lösung wird aber nicht mit dem Sicherheitsdienst zu finden sein, da braucht es mehr Präsenz der Polizei.“

In den Aussagen von Peterl sieht der Stadtchef ein reines „populistisches Geplänkel“: „Wie soll ein Sicherheitsdienst ein Haus sichern? Seit wir den Sicherheitsdienst haben, gibt es keinen Zuwachs von Problemen bei öffentlichen Einrichtungen oder Spielplätzen. Der Dienst ist eine gute Ergänzung zur Polizei.“