Erstellt am 11. Dezember 2015, 12:58

von Markus Glück

Kulturszene ruft zu Kundgebung auf. Kultur-Initiative will Probleme in der Stadt am 12. Dezember am Sparkassa-Platz öffentlich machen.

 |  NOEN, Markus Glück

Mit der Schließung des TRAteliers wurde in der Kulturszene eine intensive Diskus-sion über die Zukunft der Kleinkunst in der Lenaustadt ausgelöst. „Es schmerzt mich, dass in unserer Stadt, in der das gesellschaftliche Leben immer mehr ausgedünnt wird und immer mehr Geschäfte die Rollläden herunterlassen, eine kleine Einrichtung wie das TRAtelier aus dem Gewerbehof verjagt wurde“, ärgert sich Johannes Weiß in einer Aussendung.

Kundgebung geplant

Um die Anliegen der Kunstschaffenden in die Öffentlichkeit zu tragen, findet am Samstag, 12. Dezember, 15 Uhr, unter der Organisation von Astrid Weiß-Fanzlau eine Kundgebung am Sparkassa-Platz statt. Die Versammlung ist eine Hommage an das TRAtelier, aber auch ein Signal einer kreativen und lebendigen Kulturszene, die eine wesentliche Plattform für Performance, Vernetzung und Weiterentwicklung verliert. Mit der Veranstaltung versuchen die Protagonisten Aufmerksamkeit für ihr Anliegen zu wecken und in der Öffentlichkeit um Unterstützung zu werben.

Dabei soll auch der Stadtgemeinde – eingeladen ist neben SP-Bürgermeister Helmut Laab auch VP-Kultur-Stadträtin An-drea Völkl – ein Konzept für die Förderung der Kunstszene übergeben werden.

So wünscht man sich etwa den Erhalt der Räumlichkeiten des TRAteliers als Veranstaltungszentrum für die ganze Region, aber auch eine Unterstützung der Stadtgemeinde als Partner der kreativen Szene.

Bei der Kundgebung wird es nicht nur Statements von gewichtigen Stockerauer Künstlern und Unterstützern, sondern auch Darbietungen von Stockerauer Musikern geben.

„Als Kulturstadträtin unterstütze ich die Anliegen der Künstler, es braucht eine neue Struktur.“ Andrea Völkl, Kultur-Stadträtin

Unterstützung erhält die Plattform bereits im Vorfeld von Kultur-Stadträtin Andrea Völkl: „Die Leute haben in der Stadt das Gefühl, es geht nichts weiter mit dieser Stadtführung. Als Kultur-Stadträtin unterstütze ich die Anliegen der Künstler, es braucht eine neue Struktur.“ Gleichzeitig betont Völkl aber auch, dass ihr als Oppositionspolitikerin oftmals die Hände gebunden seien. „Das Kulturangebot in der Stadt ist nicht schlecht“, kontert Laab, „ich werde mich bemühen, den Termin wahrzunehmen.“