Erstellt am 30. September 2015, 05:57

von Josef Christelli

Kunstraub: Finderlohn für eine Holzschnitzfigur. Bei einer Ausstellung in Falkenstein wurde der „Heilige Hubertus“ des Dörfleser Holzschnitzers Leopold Rötzer gestohlen.

Am Samstag um 20.03 Uhr stand der Hubertus jedenfalls noch rechts oben im Regal.  |  NOEN, Kraus

Eine böse Überraschung erlebte der Dörfleser Holzschnitzer Leopold Rötzer beim Kellergassenfest in der Weinhochburg Falkenstein.

Rötzer versprach den Organisatoren, beim Kellergassenfest mitzumachen und als Attrak-
tion seine handgefertigten Schnitzereien auszustellen. Gesagt, getan - der Holzkünstler
bekam den „Jauck-Keller“ als Ausstellungsraum zugewiesen.

Nach Gang zum stillen Örtchen war Figur weg

Die vielen Besucher des Falkensteiner Weinfests waren auch zu Leopold Rötzer in den Keller gekommen, um seine garantiert handgeschnitzten Werke zu bewundern, und viele waren total begeistert von seiner Kunst. Doch dann wurde der freche Diebstahl begangen, der dem schönen Tag schnell ein Ende bereitete.

Nachdem Leopold Rötzer einem menschlichen Bedürfnis nachgegangen war und zurückkam, sah er voll Entsetzen, dass das rechte obere Fach des Regales leer war.

Rötzer ist zurecht sauer: „Ich bin nächtelang gesessen und habe in mühevoller Handarbeit die Statue geschnitzt und zu dem geformt, was sie heute ist“, versteht der Holzschnitzer die Welt nicht mehr. Er wollte sein Erstlingswerk nicht verkaufen, obwohl ihm schon 1.000 Euro dafür geboten wurden.

Rötzer blieb nur der Gang zur Polizei

Der wunderschöne „St. Hubertus“ ist weg, ganz einfach gestohlen von einem bisher unbekannten Dieb. Laut Foto des NÖN-Fotografen Werner Kraus stand die Figur am vorigen Samstag um 20.03 Uhr noch im Regal.

Leopold Rötzer blieb nur der Gang zur Polizei. Dort zeigte der Künstler den Diebstahl des wertvollen „St. Hubertus“ an.

Fachleute und der Künstler selber vermuten den Dieb unter den Jägern, weil der Heilige Hubertus gut in ein Jagdstüberl passt.

Rötzer setzte 100 Euro Finderlohn aus: „Die Polizei glaubt, den Täter zu finden“, so Rötzer hoffnungsvoll zur NÖN.