Erstellt am 23. März 2016, 05:04

von Markus Glück

Laab: „Zwischen uns passt kein Blatt“. SP-Bürgermeister Helmut Laab und FP-Stellvertreter Erwin Kube über das erste Jahr ihrer Zusammenarbeit in der Stadt.

NÖN-Redakteur Markus Glück im Gespräch mit FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube und SP-Bürgermeister Helmut Laab.  |  NOEN, Löwenstein

Nach wochenlangen Verhandlungen mit allen Parteien präsentierte SP-Bürgermeister Helmut Laab im März 2015 zum ersten Mal in der Geschichte der Lenaustadt ein Arbeitsübereinkommen mit der FPÖ. Gemeinsam mit FP-Bürgermeister-Stellvertreter Erwin Kube sprach er über das erste Jahr der Zusammenarbeit, die aktuellen Entwicklungen und die Zukunft der Stadt.

NÖN: Wie fällt Ihre persönliche Bilanz für das erste Jahr aus?
Helmut Laab: Ich sehe es sehr positiv. Bei den Gesprächen ist es im Vorfeld bereits sachlich ruhig zugegangen. An diesem Zustand hat sich, trotz unterschiedlicher Meinungen bei manchen Themen, nichts geändert. Wir arbeiten nach wie vor ziel- und sachorientiert zusammen. Es passt einfach.
Erwin Kube: Ich sehe es als sehr turbulentes Jahr, aber das hat hauptsächlich mit unseren internen Problemen zu tun. Die Zusammenarbeit kann ich nur positiv bewerten. Natürlich sind Gegensätze da, jedoch schaffen wir immer durch Gespräche eine Konsenslösung. Bei Sachen, die nicht gehen, Stichwort Holzhäuser, fahren wir unsere Linie und die SPÖ ihre.

„In Ausschüssen, wo die Presse nicht dabei ist,
funktioniert es auch besser. Im Gemeinderat zählt
dann die Show.“
Erwin Kube, FPÖ

NÖN: Der Rot-Blaue Pakt hat vor einem Jahr Staub aufgewirbelt. War es für Sie das politisch schwierigste Jahr?
Laab: Politisch schweres Jahr war es keines. Der Staub, den ich gar nicht sehe, war nicht einmal ein Staubwolkerl. Wenn ich mir anschaue, was danach gekommen ist, waren wir beispielgebend. Die FPÖ hat im Burgenland oder Oberösterreich Verantwortung bekommen. Es hat nie jemand bei uns versucht, Einfluss zu nehmen.

Man wollte eine Vorreiterrolle übernehmen. Was ist im ersten Jahr von Rot-Blau passiert?
Laab: Wir haben noch vor Abschluss unserer Verhandlungen die Beauftragung des Verkehrskonzepts beschlossen. Wir stehen jetzt mitten in Gesprächen, was das Bahnhofsareal betrifft, wo konkret mit dem Land NÖ, mit namhaften Unternehmen, der ÖBB und Asfinag Gespräche geführt werden. Das wäre ohne die Zusammenarbeit nicht möglich gewesen. Bis Jahresende schauen wir, was realisierbar ist.

Das Interview in voller Länge lesen Sie in der Printauasgabe der Korneuburger NÖN.