Erstellt am 08. September 2015, 06:52

von Bernhard Preineder

Baby-Katzen „wurden einfach wie Müll entsorgt!“. Vier ausgesetzte Katzen entkamen knapp einem qualvollen Tod. Spaziergänger brachten die Kitten sofort in die Tierklinik.

Mittlerweile geht es den Kitten wieder gut. Der Verein »Katzentant« konnte schon Pflegeplätze für sie finden, wo sie sich jetzt erholen können. Foto: privat  |  NOEN, privat

Rettung in letzter Sekunde: Bei über 30 Grad Außentemperatur, beinahe luftdicht mit einer dicken Filzdecke zugedeckt, auf der unzählige weiße Katzenhaare klebten, die Ecken feinsäuberlich eingeschlagen, entdeckten aufmerksame Spaziergänger letzten Sonntag einen grünen Plastikkübel am Feldweg zwischen Langenzersdorf und Bisamberg.

Darin saßen, zitternd wie Espenlaub, vier junge Kätzchen.

Kater konnte sich nur noch robbend fortbewegen

„Die netten Finder haben die Kätzchen geborgen, wobei sofort auffiel, dass ein kleiner roter Kater sich nur robbend auf den Vorderbeinen fortbewegen konnte“, zeigte sich die Obfrau des Langenzersdorfers Verein „Katzentant“ Ruth Klösch entsetzt.

x  |  NOEN, privat

Unverzüglich wurden die Kitten in die Tierklinik gebracht, wo der kleine Mann leider immer noch stationär untergebracht ist. Die anderen Samtpfoten kamen auf einer Pflegestelle unter.

Klösch fragt sich, wer so etwas tun kann

„Wären die Spaziergänger nicht so aufmerksam gewesen, wären die Kleinen entweder einem Hitzschlag und Verdursten oder dem Erstickungstod zum Opfer gefallen“, ist Klösch froh, dass die Geschichte dann doch noch ein gutes Ende fand.

Sie fragt sich, wer so etwas tun kann: „Sie waren elf Wochen jung, offensichtlich an Menschen gewöhnt, stubenrein und parasitenfrei – einfach entsorgt wie Müll, durch die dicke Decke hatten die Kitten keine Chance, sich selbstständig zu befreien“, und sie setzt hinzu: „Was dem roten Katerchen passiert ist, dass seine Wirbelsäule derart schwere Verletzungen aufweist – wir wollen es uns gar nicht ausmalen.“

Übrigens: Das Kastrationsprojekt in Langenzersdorf ( die NÖN-Printausgabe berichtete ) wurde nun positiv abgeschlossen. „Jetzt widmen wir uns den Streunerkatzen in der Region. Unser nächstes Ziel ist Stetten, wo es diesbezüglich ein großes Problem gibt.“

Näheres unter www.katzentant.at .