Langenzersdorf , Bisamberg

Erstellt am 26. April 2017, 05:01

von Veronika Löwenstein

Post-Verteilerzentrum: Zufahrt soll die B3 entlasten. Das Logistikzentrum der Post, das am Kraftwerksareal errichtet werden soll, braucht eine Verkehrslösung, das hat die Politik immer beteuert.

Bürgermeister Günter Trettenhahn aus Bisamberg, Stadtchef Christian Gepp aus Korneuburg, LAbg. Hermann Haller und Ortschef Andreas Arbesser aus Langenzersdorf (v.l.) mit den neuen Verkehrsplänen.  |  Löwenstein

Letzte Woche wurde präsentiert, wie diese aussehen wird: Eine Betriebszufahrt rund 150 Meter vor der Ampel auf der Abfahrtsrampe soll zumindest 50 Prozent des Verkehrs von der Autobahn zum Postzentrum schlucken. Die Fahrt vom Zentrum auf die Autobahn ist nur über die B3 möglich.

LAbg. Hermann Haller (ÖVP) spricht von einer „Riesenerleichterung“. Grundsätzlich verstehe er die Sorgen der Anrainer, betont er, „aber zur Lebensqualität zählen auch Arbeitsplätze vor Ort.“ Die Post geht von 1.650 Fahrten täglich aus, davon rund 160 Lkws.

"Betriebslärm und Lichtemissionen"

Nicht in den Jubel miteinstimmen kann Bisambergs VP-Bürgermeister Günter Trettenhahn. Er spricht zwar von einem Schritt in die richtige Richtung, für Euphorie sei aber kein Anlass. Immerhin seien 260 Bisamberger Bürger unmittelbar von den Auswirkungen des Logistikzentrums betroffen. Weitere Wohneinheiten sind in dem Bereich im Bau, „wir reden also von rund 300 Bewohnern“, merkt Trettenhahn an. Dabei sei es nicht nur der Verkehr, der den Anwohnern Sorge macht.

„Es geht auch Betriebslärm von der Anlage aus“, gibt der Ortschef zu denken, „und auch die Lichtemissionen sind ein Thema, weil auch in der Nacht gearbeitet wird.“ Auch die Mautflüchtlinge – im Postzentrum Allhaming 80 Prozent, hat er sich vom dortigen Bürgermeister sagen lassen – bereiten ihm Kopfzerbrechen.

Mehr dazu in der nächsten Ausgabe der Korneuburger NÖN!