Erstellt am 06. Juli 2016, 05:46

von Peter Sonnenberg

Vojta will ins Finale. Der Gerasdorfer Mittelstreckenläufer Andreas Vojta will bei der EM in Amsterdam erneut in das Finale über 1.500 Meter.

Bereit für die EM. Gerasdorfs Mittelstrecken-Ass Andreas Vojta.  |  privat

Am Donnerstag wird es ernst für den 27-jährigen Andreas Vojta aus Gerasdorf: Dann finden nämlich die ersten Vorläufe über seine Paradedisziplin 1.500 Meter bei der Leicht athletik-EM in Amsterdam statt. Die Zielsetzung bei den europäischen Titelkämpfen ist für den Weinviertler klar: „Ich will ins Finale!“

Das allerdings dürfte ein schwier iges Unterfangen werden, sind doch 39 (!) Läufer auf der Starterliste gemeldet, was für einen 1.500-Meter-Bewerb bei einer Europameisterschaft extrem viel ist. Daher wird auch der Vorlauf schon eine knall harte Sache werden, „bei der man klug laufen und auch einen guten Tag erwischen muss“, wie Vojta mutmaßt und weiter ausführt: „Dass aber auf der anderen Seite dann auch alles möglich sein kann, habe ich vor vier Jahren gesehen, leider.“ Damals war der Gerasdorfer Vorlaufsieger in der schnellsten Zeit und lief dann im Finale mit einer Medaille vor Augen, als er in der letzten Kurve in einer Kollision zu Sturz kam.

Topmotiviert und optimistisch

„Ich bin also topmotiviert und nach den letzten Trainings durchaus optimistisch, einen tollen Vorlauf hinzulegen und bei meinem vierten Antreten in Folge bei einer EM zum dritten Mal ins Finale einzuziehen. Und dort ist dann wie gesagt alles möglich.“ Um auf den Punkt genau in Topform zu sein, schob Vojta nach seinen ersten drei Wettkämpfen im Freien zuletzt eine dreiwöchige Trainings phase ein, um sein Level für die kommenden Herausforder un- gen noch einmal zu erhöhen.

Die Generalprobe verlief durchwachsen: Beim „Grote Prijs Stad Lokeren“ in Belgien landete Vojta im stark besetzten Feld auf Platz zehn in 3:44,95 Minuten . Das wäre zwar an und für sich nicht schlecht, doch verpasste er damit deutlich das geforderte Olympialimit von 3:36,00 Minuten – was ohnehin schon kein Zuckerschlecken ist, da diese Norm knapp unter Vojtas Bestleistung liegt. „Natürlich wäre es in gewisser Weise gemütlich, wenn das Limit wie vor zwei Jahren bei 3:38,00 liegen würde, was mit Normalform immer drinnen sein sollte. Aber so ist das jetzt nun mal.“