Leobendorf

Erstellt am 13. Juli 2016, 05:00

von Michaela Höberth

Tarifreform: „10 vor Wien“ macht Druck auf VOR. Mit Leobendorf hat eine weitere Gemeinde gegen die Teuerung protestiert. Auch andere Orte wollen dem Beispiel folgen.

Während Gerasdorf und Langenzersdorf von den Neuerungen profitieren,
ergeben sich für die anderen „10 vor Wien“-Gemeinden massive Nachteile.
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Für die Leobendorfer Gemeindepolitik ist das Maß voll: Bei einer Fahrplanänderung wurden Pendlerzüge gestrichen, ein zweiter Fahrkartenschalter ist nicht in Sicht und nun ist man auch noch von der Tarifreform des VOR massiv betroffen.

Einzelticket um 150 Prozent teurer

Um 150 Prozent (von 2,20 auf 5,50 Euro) wird ein Einzelticket teurer. Noch mehr schmerzt der neue Preis für die Jahreskarte: Nach Floridsdorf müssen statt 425 Euro nun bald 965 Euro bezahlt werden.

„Die Marktgemeinde unternimmt große Anstrengungen, den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten. Das neue Tarifsystem ist ein klarer Rückfall für unsere Bemühungen!“, macht Grünen-Gemeinderat Kurt Pausackerl in einer Resolution an das Land und den VOR klar. Der Gemeinderat hat diese einstimmig beschlossen. Die Preiserhöhung soll entschärft und an Korneuburg angepasst werden, da sonst viele in die Bezirkshauptstadt ausweichen würden.

Zwar wird in Korneuburg das Parkhaus derzeit in Richtung Donau erweitert, VP-Bürgermeister Christian Gepp weiß aber auch, dass es von vielen Dauerparkern genutzt wird. „Wir werden zukünftig verstärkt kontrollieren. Es gibt auch Überlegungen seitens der ÖBB, bei den Einfahrten eigene Einrichtungen für Pendler zu bauen“, so Gepp, der die Entwicklung genau beobachten wird.

Mehr zum Thema in der aktuellen Ausgabe der Korneuburger NÖN.

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