Leobendorf

Erstellt am 12. Oktober 2016, 05:00

von Alexandra Frantz

Viertelstundentakt: „Bürger weichen aus“. Die Einführung des Viertelstunden-Taktes sorgt für Unmut. Politiker fordern Taktverdichtung zu den Hauptverkehrszeiten.

 |  NOEN, ÖBB

Was für die einen eine Erleichterung darstellt, ist für die anderen eine Benachteiligung. Denn nachdem bekannt wurde, dass ab 11. Dezember der Viertelstundentakt auf der Bahnstrecke S3 durchgeführt wird, gehen in Leobendorf die Wogen hoch.

Grünen-Fraktionssprecherin Alexandra Adler machte gegenüber der NÖN ihren Ärger Luft: „Die Taktverdichtung zwischen Wien und Korneuburg stellt für die Leobendorfer eine wesentliche Verschlechterung dar.“

Warum das Angebot für die Stockerauer Pendler nicht auch optimiert wurde, sieht sie daher nicht ein. „Seit langer Zeit gibt es den Halbstundentakt, das ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, forder Adler die Verantwortlichen der ÖBB zur Reaktion auf.

„Es wäre von Vorteil, wenigstens in den Hauptverkehrszeiten die Züge im Viertelstundentakt weiterzuführen.“

Alexandra Adler, Grüne

Auf NÖN-Anfrage verweist die ÖBB auf die Stellungnahme von Landesrat Karl Wilfing. „Bis nach Stockerau müssten wir Halte herausnehmen, es geht sich sonst mit der Zeit nicht aus“, lautete seine Begründung.

Die Grünen fürchten nun durch die Taktverdichtung eine Ausweitung des Individualverkehrs. „Die Bevölkerung weicht nun nach Korneuburg aus. Eine andere Frage ist aber auch, ob das nicht die Kapazitäten der Bezirkshauptstadt sprengt“, merkt die Grünen-Fraktionssprecherin an. Deswegen fordert Adler zumindest eine Taktverdichtung zu den Stoßzeiten für den Bahnhof Leobendorf.

„Es wäre von Vorteil, wenigstens in den Hauptverkehrszeiten die Züge im Viertelstundentakt weiterzuführen. Nicht zuletzt, da Leobendorf durch die Burg Kreuzenstein auch ein wichtiges Ausflugsziel für Schulkinder darstellt“, so Adler. Dabei verweist sie auch auf den jüngsten Vorfall, bei dem drei Lehrerinnen 83 Schüler über die Zuggleise gelotst hatten. „Wenn man nicht eine halbe Stunde auf den nächsten Zug warten müsste, wäre das unter Umständen nicht passiert“, sagt Adler.

Auch VP-Bürgermeisterin Magdalena Batoha ist mit der Taktverdichtung zwischen Wien und Korneuburg nicht ganz zufrieden. Sie möchte sich zukünftig für eine Lösung einsetzen.

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