Erstellt am 22. Dezember 2015, 04:08

von Markus Glück

Mitarbeiter-Zuständigkeiten: „Muss schneller gehen“. Die Stadtgemeinde möchte bis Herbst 2016 ein Organigramm für die Gemeinde erstellen. Den Oppositionsparteien ist die Geschwindigkeit zu niedrig.

Neun Monate nimmt sich die Stadtgemeinde noch Zeit, um ein Organigramm auszuarbeiten. Foto: auremar/shutterstock.com  |  NOEN, auremar/shutterstock.com

Bis Herbst 2016 soll im Auftrag der Stadtverwaltung ein Projekt ein neues Organigramm für die verschiedenen Bereiche im Rathaus erstellen. Ein erster Vorschlag dazu wurde bereits vor mehr als zwei Jahren vom KDZ übermittelt.

„Es ist positiv zu beurteilen, dass in dieser Angelegenheit endlich weitere Schritte gesetzt werden“, meint Grünen-Gemeinderat Dieter Pfeiler. Gleichzeitig kritisiert er aber auch, die lange Zeitdauer für die Erstellung: „Das ist nicht nachvollziehbar.“

„Können Projekt nicht neben normaler Arbeit durchführen“

Kein Befürworter des Projekts ist VP-Gemeinderat Martin Falb: „Wir nehmen uns bis Herbst Zeit, um ein zwei Jahre altes Papier umzusetzen.“ Für Falb ist das kein angemessenes Tempo, es wäre, laut ihm, endlich Zeit, das Organigramm umzusetzen. „Wir können durch das Organigramm einen Einsparungseffekt erzielen. Durch die Verzögerungen kann dieser Effekt mit Glück 2018 das erste Mal greifen“, ärgert er sich.

Aus diesem Grund stellte die ÖVP den Antrag, die Neuorganisation der Verwaltung auf Grundlage des KDZ-Entwurfs bis Juni 2016 umzusetzen. „Bei uns brennt bereits der Hut. In einem Jahr zu wissen, wer für was zuständig ist, ist deutlich zu langsam“, so Falb.

SP-Bürgermeister Helmut Laab erklärt, dass eine interne Umsetzung nicht möglich sei: „Wir können dieses Projekt nicht neben der normalen Arbeit durchführen.“ Eine Aussage, die die ÖVP nicht akzeptieren möchte. „Wir reden hier von einem Betrieb mit 300 Mitarbeitern. Die Umsetzung muss deutlich schneller gehen“, glaubt Falb. Positiv sieht auch Pfeiler den VP-Vorstoß: „Die Bürger haben das Recht zu wissen, wer innerhalb der Gemeinde für was zuständig ist.“

Der ÖVP-Antrag wurde mit den Stimmen von SPÖ und FPÖ abgelehnt. Beim SPÖ-Antrag zur Umsetzung bis Herbst 2016 stimmte die ÖVP dagegen.