Erstellt am 17. Februar 2016, 12:04

von Josef Christelli

Nach Tod der Mutter:„ Kinder sind sehr tapfer“. Nach dem Tod von Ehefrau und Mutter Chandiru Mawa ist für ihre Familie der Alltag eine Herausforderung. Doch viele Bewohner helfen tatkräftig. .

Welle der Hilfsbereitschaft in Maisbirbaum. Sebastian und Fabian Huber, Kevin Wallner, Naomi und Benjamin Pieber, Wolfgang Huber, Yonathan Pieber, Marion Hans, Klaus Piber, Martina Huber mit Zazu Pieber, Franz Jäger, Marion Wallner, Verena Dietrich sowie Rene Wallner mit Leon bilden eine »Großfamilie«.  |  NOEN, Christelli

Ein Dorf rückt zusammen. Nach dem Unfalltod von Chandiru Mawa erfährt die Familie Pieber eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Vergangenen Samstag organisierte Manuel Graf einen Fünf-Uhr-Tee im Feuerwehrhaus. Bei der Benefizveranstaltung halfen Bäckermeister Franz Jäger und Verena Dietrich als Kellner aus. Bewohner hatten Kuchen gebacken. Auch aus den Nachbargemeinden kamen einige Besucher, um die Aktion zu unterstützen. Der gesamte Erlös wird den vier Kindern der Familie Pieber gespendet.

Klaus Pieber ist ergriffen von der Hilfsbereitschaft: „Martina Huber kümmert sich um die Kinder, als wären es ihre eigenen. Marion Hans backt jeden Tag einen Kuchen für uns, Roman Hans hilft mir, wo er nur kann“, so Pieber zur NÖN.

Ein Problem hat er mit dem Transport der Kinder: „Sie sind sehr sportlich und musikalisch und müssen ständig irgendwo hingebracht werden. Da würde ich noch Hilfe brauchen“, so der Vater.

„Aus der ganzen Welt bekam ich 
Kondolenzschreiben, die Verabschiedung 
in Wien mit Gesang und Tanz war ergreifend.“
Klaus Pieber

Klaus Piber war zum Zeitpunkt des Unfalls seiner Frau bei seinem Freund Ulli Bree, um gemeinsam ein Drehbuch für einen Fernsehfilm zu schreiben. Bree hat nach der Benachrichtigung Klaus Pieber auch nach Maisbirbaum gebracht und spontan ein Spendenkonto eingerichtet: „Für so etwas hätte ich zu diesem Zeitpunkt keinen Kopf gehabt“, ist Pieber seinem Freund dankbar. „Jeder Euro, der auf das Konto eingezahlt wird, kommt der Familie zugute“, verspricht er.

Mawa war als leidenschaftliche Tänzerin in Uganda und Amerika sehr bekannt: „Aus der ganzen Welt bekam ich Kondolenzschreiben, die Verabschiedung in Wien war ergreifend“, erinnert sich Pieber an die afrikanische Trauerfeier mit Gesang und Tanz zurück. Auch gibt es zwei Urnen: Eine soll in Maisbirbaum beigesetzt werden und eine in Uganda.

Der Alltag ist für die Piebers nur mit Hilfe zu schaffen: „Die Kinder Benjamin, Naomi, Yonathan und Zazu sind sehr tapfer, besonders am Tag“, weiß der Vater. Am Abend schaut die Welt der Familie jedoch ganz anders aus. Klaus Pieber und seine Kids wollen allen danken, die ihnen helfen. Allen voran ist dabei Martina Huber aus Ernstbrunn zu nennen. Sie koordiniert die Hilfen für die Familie und ist jederzeit 0699/1236218 für helfende Hände erreichbar.


Das Spendenkonto

Wer die Familie Pieber finanziell unterstützen möchte, kann das über ein Spendenkonto unter dem Namen „Chandiru“ tun.

Raiffeisenbank Bramberg
IBAN: AT66 3501 1000 0007 5796, BIC: RVSAAT2S011