Stetteldorf am Wagram

Erstellt am 06. Dezember 2017, 03:51

von NÖN Redaktion

Pilz-Nationalrätin Stephanie Cox: „Jungen Mut machen“. Stephanie Cox zog als Quereinsteigerin für die Liste Pilz in den Nationalrat ein. Wie ihr neues Leben aussieht, erzählte die 28-Jährige der NÖN.

Stephanie Cox vertritt die Liste Pilz im österreichischen Parlament.  |  privat

Die Liste Pilz zählte zu den Siegern der letzten Nationalratswahl im Oktober, die neue Bewegung zog direkt ins Parlament ein. Ein Mandat ging auch an die aus Stetteldorf stammende Stephanie Cox (28).

NÖN: Wie sieht Ihr Alltag aus?

Stephanie Cox: Es ist alles noch neu für mich, deshalb liegt mein Hauptfokus auf der Politik. Mein Leben ist stressig, aber es macht mir viel Freude. Wir sind eine junge Bewegung und bauen erst das Fundament. Es gibt es viele Marathonsitzungen und wir überlegen, in welcher Form wir Peter Pilz einbinden.

Wie haben Sie den Tag der Angelobung am 9. November erlebt?

Es war wie der erste Schultag: viele Hände schütteln, viele Gespräche führen. Ich habe auch gleich eine Rede gehalten, um zu zeigen, dass wir jungen Menschen eine Stimme haben. Ich will ihnen allen damit Mut machen. Es war ein ganz besonderer Tag in meinem Leben., obwohl ich schon nervös war.

Was ist das Besondere an der politischen Tätigkeit?

Mich freut es, dass ich Dinge umsetzen kann. Ich mag Stillstand nicht. Ich will etwas bewegen. Schon mit 16 habe ich in Stetteldorf eine Tanzgruppe gegründet, weil es das in der Gemeinde nicht gegeben hat. Ich war immer dafür, Ideen umzusetzen. Das ist mein Motto, natürlich auch in der Politik. Ich wollte nie in eine große Partei, ich will kein kleines Zahnrad sein. Neu ist natürlich, dass man in der Politik im Reagenzglas der Öffentlichkeit ist, das ist eine große Herausforderung.

Wie tanken Sie Kraft?

Yoga ist wichtig, sonst würde ich vielleicht durchdrehen (lacht). Leider ist Freizeit Mangelware, aber ich nutze jede Gelegenheit, um Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Ich habe bodenständige Leute um mich, Menschen, die mich daran erinnern, worum es im Leben geht. Die Gefahr besteht natürlich, in der Politik abzustumpfen. Mensch bleiben, das ist wichtig.

Wie oft sind Sie in Stetteldorf?

Ich schätze das Dorfleben in Stetteldorf sehr, leider bin ich derzeit aber selten daheim. Seit Monaten habe ich sehr wenige Tage frei. Die Vorfreude auf Weihnachten ist deshalb riesig, ich habe ein paar Tage frei und bin bei meiner Familie. Ich freue mich auch, wieder mehr mit meinem Neffen zu machen.