Erstellt am 25. Januar 2016, 08:19

von Markus Glück

Neue Brückenklasse für Flüchtlinge. Im Stockerauer Poly wurde vergangene Woche eigene Klasse für zehn jugendliche Flüchtlinge ins Leben gerufen.

Seit vergangener Woche werden die Jugendlichen in Stockerau unterrichtet. Symbolbild: Tyler Olson/shutterstock.com  |  NOEN, Tyler Olson/shutterstock.com
Da sowohl im Georg-Danzer-Haus als auch im Haus Ibrahim schulpflichtige Jugendliche untergebracht sind, entschlossen sich die Verantwortlichen in der Polytechnischen Schule (PTS) Stockerau, eine sogenannte Brückenklasse zu eröffnen.

„Schülern, deren Deutschkenntnisse noch zu gering sind, um dem regulären Unterricht folgen zu können, eröffnen sich dadurch mehr Chancen, Deutsch zu lernen“, erläutert Kerry Smith, Direktorin der PTS Stockerau.

Darüber hinaus ergibt sich eine bessere Möglichkeit, die Jugendlichen in die Gemeinschaft zu integrieren und sie mit den heimischen Werten und Gepflogenheiten vertraut zu machen, wie Smith weiter ausführt.

Unterricht wird an die Bedürfnisse angepasst

Die Gruppe – der Start erfolgte letzte Woche mit zehn Schülern – ist geprägt durch Sprachenvielfalt und unterschiedliche Vorbildung.

Vonseiten der Schule legt man darauf Wert, dass sich der tägliche Unterricht vorerst auf Deutsch für die Kommunikation, soziales Lernen, Bewegung und Sport bezieht. In weiterer Folge sollen weitere Lehrplaninhalte projektorientiert angeboten werden.

„Gruppenübergreifende Aktivitäten tragen zur Gemeinschaftsbildung bei, jedoch wird diese Integration in den Unterricht ohne Beeinträchtigung der Unterrichtsqualität der übrigen Klassen stattfinden“, verspricht Smith. Ziel ist, die Jugendlichen rasch zu einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Leben zu befähigen.