Erstellt am 28. Januar 2016, 05:03

von Markus Glück

Neue Verkehrslösung: Kreisverkehr als Option?. Laut Begutachtung ist / Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) führte in den vergangenen Monaten eine Begutachtungstour in den Bezirk, um neuralgische Punkte auf ihre Unfallhäufigkeit zu überprüfen.

Laut der NÖN vorliegenden Informationen könnte in den nächsten Jahren bei der Kreuzung Rösch-Straße/Grafendorferstraße/Stögergasse ein neuer Kreisverkehr entstehen.  |  NOEN

In der Lenaustadt gilt die Kreuzung Rösch-Straße/Grafendorferstraße/Stögergasse, im Volksmund bekannt als „Wimmer-Eck“, als Unfallhäufungspunkt. Um diesen zu entschärfen, wird der Bau eines Kreisverkehrs in Erwägung gezogen.

Als Argument für einen neuen Kreisverkehr, der laut Insidern mit einem Radius von 30 Metern konstruiert werden könnte, wird auch die zu Ende gehende Lebensdauer der Ampelanlage ins Spiel gebracht. Da es sich bei den Straßen jeweils um eine Bundes-, Landes- sowie Gemeindestraße handelt, müssten in eine Umsetzung mehrere Ebenen eingebunden werden.

„Ein Kreisverkehr wird immer wieder ins
Gespräch gebracht. Wir schauen uns jede 
Möglichkeit an.“
Helmut Laab,Bürgermeister (SPÖ)

Nachgefragt bei der zuständigen Abteilung Landesstraßenplanung des Landes Niederösterreich, bestätigt Stefan Koschatko, dass sich die technische Lebensdauer der Ampelanlage ihrem Ende zuneigt: „In den nächsten Jahren ist eine Generalsanierung erforderlich, die im laufenden Sanierungsprogramm von 2016 bis 2018 auch bereits vorgesehen ist.“

Parallel zu den Arbeiten an der Ampelanlage sind auch eine Adaptierung der Nebenanlagen und eine Sanierung der Fahrbahn erforderlich.

Auf NÖN-Anfrage bestätigt das Land NÖ, dass vonseiten der Stadtgemeinde Stockerau auch die Errichtung eines Kreisverkehrs ins Spiel gebracht wurde. „Die künftige Kreuzungslösung ist auch im Zusammenhang mit Planungsvarianten im Rahmen des Verkehrskonzepts zu sehen“, gibt Koschatko Einblick in die Gedanken der Stadt.

Laab: "Umsetzung nur gemeinsam möglich"

SP-Bürgermeister Helmut Laab bestätigt die Überlegungen vonseiten der Stadt: „Ein Kreisverkehr wird immer wieder ins Gespräch gebracht. Wir schauen uns jede Möglichkeit an, die einen flüssigen Verkehr garantiert.“

Das Stockerauer Stadtoberhaupt gibt aber gegenüber der NÖN zu bedenken, dass eine Umsetzung nur gemeinsam mit Bund und Land möglich ist. „Wir arbeiten mit allen Stellen gut zusammen. Das Land ist ein wichtiger Partner. Ich weiß aber nicht, bis wann eine Umsetzung möglich wäre.“

Die NÖN fragte beim KFV ebenso um Ergebnisse der Begutachtungstour an. Vonseiten der Pressestelle wurde mitgeteilt, dass man dazu derzeit „keine Auskunft“ erteilt.