Erstellt am 05. Februar 2016, 05:03

von Markus Glück

Neues Gastro-Konzept: „Extra“ soll Szene beleben. Die TRAtelier-Gastronomen Ursula Zechner und Thomas Fetty wagen mit Christian Blauensteiner in der Rathauspassage mit Resto-Bar ein neues Gastro-Konzept.

Bereit für neue Aufgaben: Thomas Fetty, Ursula Zechner und Christian Blauensteiner eröffnen Anfang März die Resto-Bar »Extra«.  |  NOEN, Markus Glück

Groß war der Aufschrei in der Stockerauer Kultur- und Kunstszene, als die Betreiber des beliebten TRAteliers, Ursula Zechner und Thomas Fetty, das Ende des Kult-Beisls bekanntgaben.

Vergangene Woche verlautbarten die beiden gemeinsam mit Christian Blauensteiner ein neues Lokal in der Stockerauer Rathauspassage zu eröffnen. Nach Beendigung aller Umbauarbeiten soll dort am 5. März die Resto-Bar „Extra“ eröffnen. „Wir haben uns ein neues Konzept überlegt. Es wird eine Mischung aus Bar und Restaurant“, erklärt Fetty im Rahmen eines NÖN-Lokalaugenscheins.

Zechner: "Versuchen jetzt etwas neues"

Obwohl man im neuen Lokal ein anderes Konzept als im TRAtelier fahren will, glaubt man an den Erfolg: „Wir haben uns über die Jahre viele Stammkunden aufgebaut und freuen uns, wenn uns diese im neuen Lokal besuchen kommen“, meint Zechner, „die Vorfreude ist bei vielen schon sehr groß.“

Um in der Passage Probleme mit Anrainern bereits im Vorfeld zu verhindern, wird man auf Live-Musik verzichten. „Es wird keine Konzerte geben, diese haben uns in der Vergangenheit nur Probleme bereitet. Das TRAtelier-Konzept hat in Stockerau nicht funktioniert, jetzt versuchen wir etwas Neues“, gibt sich Zechner hoffnungsvoll und fügt hinzu: „Sporadische Live-Acts werden im Keller des Lokals stattfinden – und dann nur unplugged.“

Österreichische Küche und orientalische Schmankerl

Anders als im TRAtelier wird man auch einen Mittagstisch offerieren. Neben österreichischer Küche wird man aber auch orientalische Schmankerl kredenzen, wie Chef-Koch Fetty erzählt. Um dem Gast den lukullischen Genuss von etwa drei Mittagsspeisen zu ermöglichen, greift das dreiköpfige Team auf das Konzept einer Mittagsvitrine zurück. „So hat man die Chance, sich durchzuprobieren“, schmunzelt Fetty.

Im Rahmen der Umbau- und Renovierungsarbeiten – derzeit werden der Barbereich neu gestaltet und die ersten Lampen montiert – ärgert sich das Team vor allem über die überbordende Bürokratie für Gastronomen. Nichtraucherschutz, Barrierefreiheit, Registrierkasse und immer mehr Auflagen bringen auch das Extra-Team ins Schwitzen. „Die meisten Barrieren verursacht die österreichische Politik“, schüttelt Thomas Fetty den Kopf.