Erstellt am 03. November 2015, 05:52

von Markus Glück

Neues Konzept soll FH in Stadt bringen. Während der KFZ-Berufsschulstandort evaluiert wird, will VP-Stadtrat Moser HTL und FH in die Stadt bringen.

Christian Moser von der Wirtschaftskammer sieht Facebook jetzt mit anderen Augen: »Im Wiederholungsfall würde ich mein Profil löschen«, sagt er. Foto: Löwenstein  |  NOEN, Löwenstein

Knapp 70 Lehrlinge der Berufsschule für KFZ-Mechaniker nächtigen noch in den Räumen des Konvikts. Insgesamt besuchen die Berufsschule an die 100 Schüler. „Die Zahl ist sehr gering, daher ist es nicht möglich, das Schülerheim wirtschaftlich zu führen“, so Josef Staat von der Abteilung Schulen des Landes NÖ.

Seit der Standort der KFZ-Lehrlinge auf Stockerau und Eggenburg aufgeteilt ist, häufen sich immer wieder Gerüchte über ein Ende des Standorts in der Lenaustadt. Dass es dazu kommen könnte, kann auch das Land nicht dezidiert ausschließen. „Wir schauen uns derzeit die Strukturen an. Im Bereich der Lehrlinge ist aber österreichweit ein Rückgang zu verzeichnen“, so Staat, „mehr kann ich dazu nicht sagen.“

VP-Wirtschafts-Stadtrat Christian Moser kennt die Gerüchte über eine Absiedlung schon lange: „Der Standort hat in den letzten Jahren gelitten. Wir hoffen aber, dass er uns erhalten bleibt.“ Auch Moser weiß, dass der Standort derzeit evaluiert wird. Zudem spricht er von der Konkurrenz durch andere Lehrberufe und dem Rückgang der Geburtenzahlen.

Neuer Antrag bei LEADER-Region 

Um den Bildungsstandort Stockerau wieder zu altem Glanz zu führen, wird auf Initiative von Moser ein Antrag bei der LEADER-Region eingebracht. Inhalt des Konzepts, welches im November übermittelt werden soll, ist die Ansiedlung einer HTL in Zusammenhang mit einem Forschungszentrum und einer Fachhochschule. Immerhin hat der Bezirk weder eine eigene FH noch eine HTL.

Als Wirtschafts-Stadtrat erwartet sich Moser durch den Technik-Campus einen enormen Schub für die Stadt: „Wir sind bei der Rohfassung. Durch die Umsetzung würden wir aber eine Aufwertung des Wirtschaftsstandorts erreichen.“

Dem Weg dorthin soll der Bereich Energie- und Umwelttechnik ebnen. Denn geht es nach den Initiatoren, ist dies der Arbeitstitel für den Bildungs-Campus und ein Arbeitsbereich für die Zukunft. „So könnte etwa der Bereich Abfallwirtschaft einen Teilbereich dieser Ausbildung beinhalten“, denkt Moser, der gleichzeitig auch Vizepräsident der Wirtschaftskammer ist, an die Zukunft.