Erstellt am 26. November 2015, 05:48

von Christian Simon

Streit im Gemeinderat: Info oder Hetze?. VP-Bürgermeister Duffek wirft LSP Hetze vor. LSP-Obmann Schachel sieht sich und seine Fraktion als ausgegrenzt.

ÖVP-Obmann Jürgen Duffek wird mit Unterstützung der SPÖ als Ortschef kandidieren. Foto: privat  |  NOEN, privat

“ÖVP – Prüfung nicht bestanden!“ lautet der Titel des aktuellen Infoblatts der Liste Schachel Parteilos (LSP). Wie schon der Titel erkennen lässt, hält sich die Fraktion mit Kritik nicht zurück.

Verfehlungen in Sachen Straßenbeleuchtung und Winterdienst sowie versuchte „Postenschacherei“ bei der Bestellung der Ortsvorsteher werden der Gemeindeführung vorgeworfen. In einem Kommentar zu den Themen Deponie Bruderndorf und Straßenbau wird ÖVP-Bürgermeister Jürgen Duffek sogar als „G’schichtldrucker“ betitelt.

Duffek findet, die LSP gehe damit zu weit. „Während wir versuchen, die Gemeinde zu sanieren, macht die LSP nur Hetze. Ideen und Vorschläge wären da besser“, ärgert er sich. Die Aussage „Prüfung nicht bestanden“ sieht der Bürgermeister als an den Haaren herbeigezogen: „Wir haben bereits einen Kassasturz gemacht, was auch Teil des Wahlprogramms war, und haben somit eine Grundlage für die nächsten Jahre.“

Liste Schachel fühlt sich ausgeschlossen

Vom Vorwurf der Hetze distanziert sich die LSP. „Unser Infoblatt ist rein sachlich. Da es von Seiten der Gemeindeführung noch immer keine Transparenz gibt, müssen eben wir die Bürger informieren“, wehrt sich LSP-Obmann Johannes Schachel gegen den Vorwurf.

Von der Mitarbeit im Gemeinderat fühlt man sich bei der Liste Schachel ausgeschlossen. „Es gibt kaum Ausschuss- oder Vorstandssitzungen. Wir haben mitbekommen, dass die anderen Fraktionen in einer Art Arbeitsgruppe arbeiten - zu diesen Treffen werden wir aber nicht eingeladen. Wir sind gerne bereit mitzuwirken, aber das ist schwer möglich, wenn man ausgegrenzt wird“, erklärt Schachel und ergänzt: „Und dann zu sagen, wir bringen uns nicht ein, ist ziemlich frech.“